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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Eine Allianz für den Klimaschutz

20.09.2019

Elsfleth Zum Weltklimatag sind Hunderttausende für Greta Thunbergs Hauptanliegen auf die Straße gegangen: Die fossilen Brennstoffe müssen in der Erde bleiben. Der Frachtsegler Avontuur setzt diese Forderung bereits seit vier Jahren um. Emissionsfreier Warentransport gegen das Schweröldesaster auf den Weltmeeren.

Das Frachtsegeln wurde vor einem Jahrhundert der Profitmaximierung geopfert. Jetzt kommt es zur Klimarettung zurück. Der 1920 gebaute Frachtsegler Avontuur des Projektes Timbercoast aus Elsfleth segelt seit vier Jahren der Klimabewegung voran. Mit anderen Frachtseglern wie der Tres Hombres oder der Brigantes bildet die Avontuur eine Allianz, die immer weniger überhört werden kann.

Starker Vortag – freier Eintritt

Bündnis 90/Die Grünen (Kreisverband Wesermarsch) wollen sich über den klimafreundlichen Transport per Segelschiff informieren. Kapitän und Reeder Cornelius Bockermann wird das Projekt „Timber- coast“ am Mittwoch, 25. September, im Heye-Saal auf Einladung der Grünen vorstellen. Beginn ist um 19 Uhr. Gäste sind herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei.

Mindestens so wichtig wie der konkrete Warentransport unter Segeln ist der politische Weckruf, der von der Avontuur ausgeht. Die Schweröl verbrennende Schifffahrt belastet die Umwelt weitaus stärker als die Luftfahrt (10 mal mehr Stickoxide und 100 mal mehr Schwefeldioxide).

Der Kapitän und Reeder Cornelius Bockermann hat das Projekt Timbercoast 2014 gestartet. Mit jeder neuen Reise lernt das Organisationsteam um Bockermann dazu. Die jüngsten Optimierungen werden auf der Reise von Deutschland in die Karibik und zurück im Frühjahr 2020 greifen:
 Kürzere Reisezeit von fünf statt neun Monaten und dadurch erheblich gesenkte Betriebskosten
 Auslastung der Transportkapazität auf der gesamten Reise. Bisher wurden vorrangig Waren aus der Karibik und Mittelamerika nach Deutschland, von West nach Ost, verschifft. Für die Zukunft wird ein Kundenstamm aufgebaut, der auch auf dem Hinweg von Ost nach West für volle Auslastung sorgt. In der „Bild“-Zeitung hatte Bockermann jüngst gesagt, dass der Laderaum auf der Hinfahrt jeweils leer gewesen ist. „Damit lässt sich kein Geld verdienen.“ Denn der Betrieb des Öko-Schiffs koste rund 50 000 Euro pro Monat. Die ersten Fahrten hätten eine halbe Million Euro Minus gebracht. Bockermann: „Jetzt muss Geld verdient werden.“
  Klare Konzentration auf Güter, die den weiten Transportweg rechtfertigen, da sie nicht näher am Verbrauchermarkt produziert werden können – wie Kaffee und Kakao.
  Der Austausch der Mannschaft wird klimafreundlich organisiert. Auch auf einer auf fünf Monate verkürzten Reise muss die Mannschaft gewechselt werden. Bisher standen die An- und Abflüge der Mitglieder dem Ziel der Mission Zero entgegen. Zusammen mit der Kaffee-Kooperative Teikei ist ein Paket in Planung, das ein freiwilliges soziales Jahr bei den Kaffeebauern mit einer Atlantiküberquerung auf der Avontuur verknüpft. Die Mannschaft der Hinfahrt mustert in Mittelamerika ab und tritt ihr freiwilliges soziales Jahr an. Sie tauscht für die Rückfahrt ihren Platz mit denen, die ihr freiwilliges soziales Jahr beendet haben. Die Segelausbildung auf der Avontuur wird offiziell zertifiziert.

Mit der Anny von Hamburg hat Timbercoast einen zweiten Traditionssegler erstanden. Im Sommer 2020 soll der Dreimaster segelfertig sein und den Aktionsradius des Projekts erweitern.

Hans-Carl Bokelmann Jade/Ovelgönne / Redaktion Brake
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