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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Absteigen in der Fußgängerzone!

21.06.2019

Elsfleth Durch die Fußgängerzone mit dem Fahrrad zu fahren, ist verboten. Doch obwohl dies mit einem Schild am Beginn der Steinstraße zwischen Anker-Apotheke und Rathausplatz auch deutlich angezeigt wird, halten sich die meisten Drahteselnutzer nicht daran. Um die Theorie dieser Wirklichkeit anzupassen, hatte die CDU/SPD-Gruppe im Elsflether Stadtrat beantragt, das Radfahrverbot aufzuheben. Im Fachausschuss für Wirtschaft und Stadtentwicklung, Landschaftsschutz sowie Bau und Straßen wurde dieser Antrag nun beraten. Nach kontroverser Diskussion wurde eine Entscheidung darüber allerdings einstimmig vertagt.

Das ist in diesem Fall vermutlich tatsächlich sinnvoll, denn die Steinstraße soll im Zuge der Stadtsanierung umgestaltet werden. Darauf hatte Ratsherr Edgar di Benedetto (UWE) im Verlauf des Meinungsaustauschs hingewiesen. „Dann wissen wir auch, wie viel Platz sein wird“, hatte er seine Anregung begründet.

Denn darum drehte sich die Diskussion über Aufhebung oder Beibehaltung des Fahrverbots: kommen sich Fußgänger und Radfahrer bedrohlich nahe, dass Unfälle nicht auszuschließen sind? Insbesondere die in Mode kommenden E-Bikes würden ein Gefahrenpotenzial darstellen, meinte beispielsweise Bürgermeisterin Brigitte Fuchs. Gerade an unübersichtlichen Stellen könnte es aufgrund der Geschwindigkeit, mit der E-Biker in der Regel unterwegs sind, zu Kollisionen kommen.

Gefährliche Situationen könnten auch eintreten, wenn Kunden aus den Geschäften kommen und nicht auf Radfahrer achten würden. Diese wiederum, das hätten wiederholte Beobachtungen ergeben, seien wenig rücksichtsvoll, hieß es.

Manfred und Claudia Notholt vom Gewerbe- und Handelsverein (GHV) baten ebenfalls darum, auf eine Entscheidung in dieser Sitzung zu verzichten. „Wir haben einige Geschäftsleute befragt, es gibt unterschiedliche Meinungen und Geschichten dazu“, sagte Claudia Notholt. Sie verwies darauf, dass der Verein erst sehr spät von diesem Ansinnen erfahren habe und daher noch kein abschließendes Meinungsbild der Mitglieder habe einholen können.

Sie gab zu bedenken, dass Radfahrer, die ihren Drahtesel durch die Fußgängerzone schieben, eher in die Schaufenster schauen und gegebenenfalls dadurch in die Geschäfte gelockt würden als schnell durch die Steinstraße fahrende Pedaltreter.

Günther Vögel (CDU) wunderte sich über die Aussage, dass der GHV von dem Thema „überrascht“ sei. Man habe den Antrag gestellt, führte Vögel aus, nachdem in mehreren Gesprächen mit Bürgern, zu dem die CDU regelmäßig einlade, von diesen die Aufhebung des Radfahrverbots gefordert worden sei. „Darunter sind auch Mitglieder des Gewerbe- und Handelsvereins gewesen“, sagte Vögel.

Aufgrund dieser häufig vorgetragenen Bitten habe sich die Ratsgruppe entschieden, einen entsprechenden Antrag zu stellen, sagte Vögel weiter. Gleichwohl waren dann auch die Mitglieder dieser Gruppe einstimmig für die Vertagung der Entscheidung.

Torsten Wewer Elsfleth / Redaktion Brake
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