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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Erneuerter Windpark soll ruhiger wirken

06.02.2010

STOLLHAMM /BURHAVE Wenn es nach dem Willen von Investor und Planern geht, erzeugen ab Ende 2011 im Windpark Andeich/Inte zwischen Stollhamm und Seefeld größere Windkraftanlagen Strom. Ziel ist es, mit deutlich weniger Anlagen mehr Windenergie zu erzeugen. Über diese Planungen wurden jetzt betroffene und interessierte Bürger im Rathaus in Burhave informiert.

16 Bürger aus Butjadingen und Stadland waren zu der Bürgerbeteiligung gekommen, darunter auch Anlieger des Windparks. Ihnen erläuterten neben Bürgermeister Rolf Blumenberg und Bau- und Bürgerservice-Amtsleiter Meinert Cornelius der Planer Bert Diekmann vom Planungsbüro Diekmann und Wessels und Karl-Heinz Buss von der Investorengesellschaft IFE Eriksen (Oldenburg) die Vorhaben.

Demnach hat IFE bei der Gemeinde das so genannte Repowering seiner Anlagen beantragt. Die bestehenden Windräder sollen also abgebaut und durch neue höhere und vor allem leistungsstärkere ersetzt werden.

Deutlich mehr Leistung

Für die bisher 14 Anlagen würden nur noch acht neue Anlagen aufgestellt werden. Diese würden aber nicht wie die jetzigen Windräder eine Leistung von 500 Kilowatt erbringen, sondern 2300 KW.

Damit werde eine Vervielfachung der erzeugten Strommenge möglich. Nicht betroffen vom Repowering sind drei weitere Anlagen, die einem anderen Betreiber gehören.

Die jetzigen Windräder haben eine Höhe von 62,5 Metern. Die acht neuen werden eine Nabenhöhe von etwa 85 Metern erreichen und eine Gesamthöhe von etwa 120 Metern. Die maximal zulässige Gesamthöhe liegt bei 130 Metern, die der Investor aber nicht ausreizen will.

Die Höhe der Anlagen sei der große Vorteil, versuchte Bert Diekmann zu überzeugen. Neben der größeren Stromausbeute würden die größeren Flügel auch viel langsamer drehen als die kleineren. Damit würde die Bewegung für das Auge auch viel langsamer ausfallen und das Gesamtbild ruhiger aussehen.

Den Anwohnern brannten allerdings die Fragen nach Lärm und Schlagschatten unter den Nägeln, denn schon nach Inbetriebnahme des Windparks 1996 habe es hier Probleme und unterschiedliche Auffassungen gegeben.

Hierzu stellten Diekmann und Buss fest, dass es für die Nachbarn keine Verschlechterungen geben werde.

Lärmbelastung

Bei der Lärmbelastung gebe es Richtwerte, die eingehalten würden. So sei eine Nachreduzierung vorgesehen, die bei Volllast (ab zwölf Meter in der Sekunde) die Räder langsamer und leiser laufen lasse, so dass sie nicht lauter als 45 Dezibel seien.

Beim Schattenwurf durch die Flügel gebe es keine genauen Vorschriften. Man werde sich jedoch an die üblichen Werte halten. So verfügten die neuen Anlagen über ein Schattenwurfabschaltmodul.

Den Vorwurf der Landschaftsverschandelung ließen beide Referenten nicht gelten. Zur Beurteilung würden ein bis zwei Kilometer im Umkreis die Gegend analysiert und fachmännisch bewertet. Durch langsamere Drehbewegung und weniger Anlagen werde das Landschaftsbild sogar geschont im Vergleich zum jetzigen Windpark.

Und auch die Umwelt werde genau ausgewertet und berücksichtigt. So würden alle Vögel und Fledermäuse gezählt. Derzeit werde man einen Katalog an Ausgleichsmaßnahmen erarbeiten, so Diekmann, der sicher nicht klein ausfallen werde.

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