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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Erste Flüge und eine neue Liebe

01.08.2016

Glüsing Wenn die Storchenpflegestation zum Sommertreffen einlädt, ist den Fans der majestätischen Tiere kaum ein Weg zu weit. Wie vielen Menschen es Freude macht, sich mit Gleichgesinnten zu treffen, um dabei ganz entspannt einen Blick auf eine der europaweit einzigartigen Weißstorchkolonien zu werfen und einer der vielen Geschichten aus ihrem Leben zu lauschen, die Storchenvater Udo Hilfers gerne erzählte, wurde am Sonnabend einmal aufs Neue bewiesen.

Sogar aus Lima seien Gäste dagewesen, freute sich Heike Precht vom Förderverein, die am Eingang jeden Besucher registrierte. Die meisten der Gäste hatten eine Kleinigkeit fürs Büffet dabei, das in geselliger Runde genossen wurde.

Bis um ein Uhr morgens hatte Gaby Bergmann in der Küche gestanden. Passend zum Anlass war ihr Kuchen – ein Kunstwerk aus Schokolade und Fondant – mit Störchen verziert, so dass er zunächst lieber fotografiert statt gegessen wurde. „Man gibt so viel Geld für Sinnloses aus. Da sollte auch etwas zur Unterstützung dieser engagierten Arbeit übrig sein“, erklärte ihr Mann Eckhard, warum sie vor vier Monaten nach einem Besuch der Storchenstation dem Förderverein beitraten. Seit ihrem Beitritt gehört das Thüler Paar zu den begeisterten Storchenliebhabern, die diese Tiere auch in den Masuren oder in Südafrika beobachten.

„Liebe Leute, guckt doch mal von den Frikadellen in die Luft. Die Sonne scheint und die Störche fliegen“, machte Udo Hilfers dann beispielsweise seine Gäste aufmerksam. Und tatsächlich lohnte sich der Blick in diesem Moment ganz besonders, denn eine Vielzahl der eleganten Flieger hatte sich in den Himmel erhoben, um über den fasziniert schauenden Besuchern zu kreisen.

Ein klein wenig an seiner Grazie arbeiten musste allerdings noch ein Jungstorch, der vor großem Publikum zum ersten Mal das Nest im hohen Baum verließ, wie der Storchenvater erklärte. Etwas unsicher, aber auf jeden Fall weich landete er auf einer großen Staude Blutweiderich.

Hilfers berichtete von dem schwulen Storchpaar, das jahrelang fürsorglich die ihnen untergeschobenen Eier ausbrütete. Traurig war es, dass einer der Beiden im vergangenen Jahr nicht zurückkehrte. Der Übriggebliebene guckte sich einen neuen Gefährten aus, den dessen Störchin allerdings nicht freigeben wollte. Jetzt entdeckte dieser Storch seine Liebe für das weibliche Geschlecht und kümmert sich seitdem um seinen leiblichen Nachwuchs, berichtete Hilfers.

Verständnis für den erbetenen Abstand zu den Nestern hatten alle. Schließlich sollen die Störche nicht die natürliche Scheu vor den Menschen verlieren, damit ihre winterliche Reise durch Frankreich oder Italien nicht zur Gefahr wird. Aber auch aus angemessenem Abstand war der Anblick beeindruckend, fanden die Storchenfans.

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