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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Es werden 250 Meter Stoff verarbeitet

06.05.2009

RODENKIRCHEN Hochkonjunktur haben derzeit die elf Schneiderinnen, die für das Historienspiel „Dude und Gerold – der Bruderkuss" des Freilichtspektakels Stadland die Kostüme fertigen. Sie treffen sich jeweils montags für vier Stunden im zu einer großen Schneiderei umfunktionierten Dachgeschoss des Rodenkircher Rathauses, das der Verein für diesen Zweck kostenlos nutzen kann.

50 der insgesamt 90 Kostüme für die rund 70 Darsteller sind bereits komplett fertig, doch die restlichen 40 Kostüme müssen ebenfalls bis zur Premiere am 12. Juni, möglichst noch eine Woche früher für die fünf Endproben auf dem Marktplatz, fertig gestellt werden.

Bis zur letzten Minute

Die Leiterin des Schneiderinnen-Teams, Schneidermeisterin Irmgard May, ist dennoch sehr zuversichtlich, dass alles termingerecht ausgeliefert werden kann. Sie bringt eine Menge Erfahrung mit, da es für sie bereits die vierte Produktion dieser Art ist. „Wir sind absolut im Zeitrahmen und es wird ohnehin bis zur letzten Minute genäht“, sagt Irmgard May, die früher die Schneiderei des Handwerkerhofs Kombeg in Nordenham leitete.

Von dort wurde die Nähgruppe mit Nähmaschinen, Bügeleisen und weiteren Gerätschaften unterstützt. „Wir hatten nichts und mussten bei Null anfangen. Wenn das Theaterstück beendet ist, werden wir einen großen Fundus besitzen“, so Irmgard May.

250 Meter Stoff in einer Breite von 1,40 Meter werden die Frauen am Ende bearbeitet haben. Jeder Darsteller erhält eine individuelle Bekleidung, die auf seine Maße abgestimmt ist. Die wichtigsten Hauptdarsteller erhalten sogar zwei Kostüme und ziehen sich während der Vorstellung mehrmals um. Die Stoffe wurden überwiegend im Großhandel gekauft, doch einige Bürger spendeten auch Nesselstoff, der eingefärbt wurde und nun verarbeitet wird.

Professionelle Arbeit

Während die einfachen Bauern in erdfarbenen rotbraunen Leinen- und Baumwollstoffen gekleidet sind, werden hochwertigere Samtstoffe in dezenten Bordeaux-Tönen für die adligen Damen verwendet. Die Schneiderinnen arbeiten nach den Vorlagen des Produktionsleiters Steffen Lebjedzinski, der zuständig für das Bühnenbild und die Kostüme ist.

Nach Aussagen des 31-jährigen Oldenburgers arbeiten die Schneiderinnen auf professionellem Niveau. Zuerst werden die Maße der Darsteller notiert, dann das Kleidungsstück geschneidert und eine Anprobe veranlasst. Hier können noch kleine Korrekturen vorgenommen werden, die durch eine letzte Anprobe überprüft werden, und schon ist das Kleidungsstück fertig.

„Die Darsteller sollen nicht lange bei den Anproben verbringen. Sie sollen sich auf die Bühnenproben konzentrieren", sagt der Produktionsleiter und lobt die gute Arbeit des Teams um Irmgard May.

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