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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Helios-Klinik: Letztes Kapitel einer Erfolgsgeschichte

07.03.2018

Esenshamm Das letzte Kapitel einer Erfolgsgeschichte wurde am Dienstagvormittag in der Caféteria der Helios-Klinik in Esenshamm geschrieben. Georg Modersitzki vom Vorstand des Kinderkrebshilfevereins Fussel nahm einen Scheck entgegen: 1200 Euro. Bei dem Geld handelt es sich um das Restkapital der Bürgerinitiative „Die Wesermarsch-Klinik muss in Nordenham bleiben“. In ihrer Satzung hatten die Mitglieder festgelegt, dass Fussel das Geld bekommt, wenn sich die Bürgerinitiative auflöst. Genau das ist jetzt geschehen.

Über eine Spende von 1200 Euro freut sich der Kinderkrebshilfeverein Fussel. Bei dem Geld handelt es sich um die verbliebenen Mitgliedsbeiträge der Bürgerinitiative „Die Wesermarsch-Klinik muss in Nordenham bleiben“. Bei der Spendenübergabe bedankte sich Georg Modersitzki vom Fussel-Vorstand für die Unterstützung. Nach seinen Worten soll das Geld eingesetzt werden, um die Familienfreizeiten zu finanzieren, die der Verein alljährlich in Burhave anbietet. Dort bekommen Familien mit krebskranken Kindern Gelegenheit, sich vom Stress zu erholen. Ende des Monats sind einmal mehr rund 75 Kinder und Erwachsene auf Einladung von Fussel in Ferienhäusern in Burhave zu Gast.

„Wir haben unser Ziel erreicht“, sagt Karin Tönjes, die gemeinsam mit Helmut Dietrich im Jahr 2013 die erste Demonstration für den Erhalt des Krankenhauses in Nordenham auf die Beine gestellt hatte. Dort wo jetzt die neue Helios-Klinik steht, stand damals ein Rohbau. Die Rhön-Klinikum AG, seinerzeit noch Eigentümerin, hatte die Arbeiten für den Neubau in Esenshamm gestoppt. Und bei vielen Nordenhamern ging die Angst um, dass die Stadt bald ohne Krankenhaus dastehen könnte.

„Wir waren wütend“, erinnert sich Karin Tönjes. Und dabei ging es nicht nur um das Schicksal der Klinik-Mitarbeiter. Für die Bürgerinitiative stand auch die wohnortnahe Gesundheitsversorgung auf dem Spiel. „Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben eine Demonstration mitorganisiert“, sagt Karin Tönjes. Wie viele ihrer Mitstreiter hat sie unzählige Flugblätter verteilt. Bei Facebook wurde eine Gruppe gegründet. Zur ersten Demo für den Erhalt der Wesermarsch-Klinik im September 2013 kamen 1000 Menschen auf den Marktplatz. Wenige Monate später, im November 2013, wurde die Bürgerinitiative gegründet. Im selben Monat die zweite Demo: Rund 3000 Menschen marschierten zum Altbau an der Albert-Schweitzer-Straße, entzündeten Lichter und trafen sich zur Kundgebung auf dem Pausenhof der Südschule, wo Helmut Dietrich eine kämpferische Rede hielt. Es wurden Autoaufkleber mit dem Schriftzug „Natürlich Esenshamm“ gedruckt. 10 800 Unterschriften gingen an das niedersächsische Sozialministerium. In den besten Zeiten hatte die Bürgerinitiative 267 Mitglieder.

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„Wir haben sehr viel Unterstützung bekommen, nicht nur in Nordenham, sondern auch in Butjadingen und Stadland“, erinnert sich Karin Tönjes. Sie freut sich über die Welle der Solidarität, die die Initiative ausgelöst hatte. Und dabei ging es auch um eine mögliche Verschwendung von Steuergeldern. In den Rohbau waren zum Zeitpunkt des Baustopps schon mehrere Millionen Euro geflossen. Schriftführerin Maren Kloy erinnert sich, dass der Fernsehsender RTL bereits großes Interesse zeigte, einen Beitrag für die Sendung „Mario Barth deckt auf“ zu senden. Doch dann entschloss sich der Helios-Konzern, inzwischen Eigentümer des Krankenhauses, die neue Klinik in Esenshamm fertigzubauen. Das war im September 2015.

Mit der Eröffnung des Klinik-Neubaus im Mai vergangenen Jahres war das Ziel endgültig erreicht. Karin Tönjes ist davon überzeugt, dass es ohne den Einsatz der Bürgerinitiative nicht dazu gekommen wäre. Für sie ist die Geschichte der Bürgerinitiative ein schönes Beispiel dafür, dass sich in Nordenham viele Menschen für eine gute Sache mobilisieren lassen.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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