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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Umfrage: Esenshamm hofft auf die neue Klinik

09.03.2011

ESENSHAMM Esenshamm blickt hoffnungsvoll auf den Neubau der Wesermarsch-Klinik am Nordrand des Dorfes. Das zeigt eine Umfrage der NWZ, bei der keine ablehnende Stimme zu hören war.

Pastorin Bettina Roth erhofft sich vom Neubau vor allem eine bessere Busanbindung. „Wir haben hier nur den Wesersprinter und den Schulbus. Das reicht nicht“, sagt die 45-Jährige, die auch Vorsitzende des neuen Bürgervereins Esenshamm ist. Außerdem erhofft sie sich den Zuzug von einigen Beschäftigten der Klinik, die dann mit dem Fahrrad oder zu Fuß zur Arbeit kommen könnten. Das gilt übrigens auch für Bettina Roth selbst: Sie ist Krankenhaus-Pfarrerin.

Ein großer Vorteil der neuen Lage sei, dass Ortsunkundige die Klinik besser finden können. Die Sorge einiger Esenshammer, dass die Straßen stärker belastet würden, teilt sie nicht. Was die Biogas-Anlage angeht, die die Klinik mit Energie versorgen soll, ist Roth hin- und hergerissen. Zwar hat sie nichts gegen die Anlage und glaubt auch nicht, dass das Dorf beeinträchtigt wird, aber die direkten Nachbarn hätten unter verstärktem Mähen und Transportverkehr zu leiden.

„Ich habe noch keine negative Stimme gehört“, sagt der Vorsitzende des Turnvereins Esenshamm, Jan Bahlmann. Der 59-jährige Leiter der Schule am Siel beurteilt die Investitions-Entscheidung der Rhön-Klinikum AG durchaus positiv, „aber ich sehe keine großartigen Auswirkungen auf den Ort“, wie er sagt. Allerdings könnten einige Esenshammer auf 400-Euro-Basis in der Klinik arbeiten.

„Vielleicht hilft die Entscheidung dem Dorf etwas“, sagt Peter Falk, der Vorsitzende der Sportschützen Esenshamm, vorsichtig. „Ich persönlich sehe das positiv.“ Der 44-jährige Kapitän, der beim Befrachtungskontor Baum & Co. beschäftigt ist, hält die Investitions-Entscheidung der Rhön-Klinik AG für folgerichtig. „Wenn ein Neubau fast so teuer ist wie eine Sanierung, dann kann die Entscheidung nicht anders ausfallen“, sagt er. Auch die Lage an der Fernverkehrsstraße sei gut ausgewählt. Für die Patienten sei der Neubau „drei große Schritte nach vorn“.

Annegrete Spindler, die Vorsitzende der Kyffhäuser-Kameradschaft, sieht die Sache sehr positiv: „Das wertet das Dorf auf. Vielleicht ziehen einige junge Familien hierher.“ Schon jetzt arbeiten viele Esenshammer in der Wesermarsch-Klinik, sagt die 64-Jährige, es könnten ja noch einige mehr werden. Dass die Aufwärtsentwicklung für die Eröffnung eines kleinen Ladens reichen könnte, wagt sie kaum zu hoffen.

Auch den Bau einer Biogas-Anlage neben der Klinik sieht Annegrete Spindler nicht als Problem. Es dürfe nur nicht zu viele Biogas-Anlagen geben, weil das zu Monokulturen führe. Ihr Mann Horst Spindler ist Jäger. Der 68-Jährige fürchtet durch Mais-Monokulturen um den Lebensraum für das Niederwild, also Marder, Hermelin und Hase. Zudem könnten Wildschweine zuwandern.

Rolf Kloppenburg aus Hoffe hat mit der Biogas-Anlage überhaupt kein Problem. Auch die Wesermarsch-Klinik ist dem 59-jährigen Prokuristen der Raiffeisenbank Butjadingen-Abbehausen willkommen. Zwar fürchten einige Hoffer den Lärm von Martinshörnern, wie Kloppenburg gehört hat, aber auch jetzt sei derartiger Krach von der Bundesstraße 212 trotz des Lärmschutzwalls in Hoffe zu hören – jedenfalls bei Westwind. Dass Hoffe durch die Klinik Einwohner gewinnen wird, glaubt Rolf Kloppenburg aber nicht. Denn erstens gibt es kaum Leerstände, und zweitens sind die Häuser nicht an die Kläranlage angeschlossen, sondern haben Klärgruben, was einige abschrecken dürfte.

„Wir freuen uns“, sagt auch der Landwirt Benno Böse, der zu den Motoren der Dorfgemeinschaft Hoffe zählt. Er hofft, dass der Umzug der Klinik keine Arbeitsplätze kostet. Nicht ganz so positiv sieht der 67-Jährige den Bau der Biogas-Anlage westlich der Klinik: „Ein bisschen riecht es ja immer – und wir haben hier viel Westwind.“

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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