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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Energie: Freie Bahn für den neuen Windpark in Nordenham

04.12.2020

Esenshammergroden Bei nur einer Gegenstimme hat der Bauausschuss den Weg für den neuen Windpark in Esenshammergroden frei gemacht – zumindest in planungsrechtlicher Hinsicht. Mit den Beschlüssen leitete das Ratsgremium die erforderliche Änderung des Flächennutzungsplanes und die Aufstellung eines Bebauungsplanes an, in dem ein Sondergebiet für Windenergieanlagen ausgewiesen werden soll. Dabei handelt es sich um eine etwa 65 Hektar große Grünlandfläche zwischen Esenshammergroden und Morgenland. Bis auf den CDU-Ratsherrn Rainer Spiekermann aus Esenshamm trugen fraktionsübergreifend alle Ausschussmitglieder die Entscheidung mit. Die Stadt Nordenham verbindet ihr Ja für das Windpark-Projekt allerdings mit einer ganzen Reihe von Bedingungen, die von den Investoren zu erfüllen sind.

Anlieger in Sorge

Zu Beginn der Sitzung am Mittwochabend in der Stadthalle Friedeburg hatten Anlieger, die eine Beeinträchtigung ihrer Lebensqualität und Wertminderungen ihrer Immobilien befürchten, mit einem Banner auf ihre Sorgen aufmerksam gemacht. Sie stellten die Frage, ob eine rechtsverbindliche Erklärung der Betreiber des bereits in der Nachbarschaft bestehenden Windparks Butterburg zur Stilllegung ihrer sechs Anlagen vorliege. Wenn nicht, müsse der Aussschuss das neue Projekt auf der gegenüberliegenden Seite der Straße unbedingt ablehnen. Denn die größte Befürchtung der Anwohner ist, dass sie von zwei Windparks in die Zange genommen werden könnten.

191 Meter hoch

60 Millionen Euro will die Innovent WP Esenshammergroden in den Windpark investieren. 18 Landeigentümer und der Projektentwickler Dirk Ihmels aus Aurich haben diese Gesellschaft gegründet.

Die neuen Windkraftanlagen sollen eine Höhe von 191 Metern haben. Die Anlagen im bestehenden Windpark in Butterburg sind 100 Meter hoch.

Die genaue Stückzahl steht noch nicht fest. Auf Nordenhamer Gebiet sollen es sechs oder sieben Anlagen sein. Es könnte eine weitere Fläche auf dem Areal der Gemeinde Stadland einbezogen werden. Dann wären insgesamt zehn bis zwölf Windräder möglich.

Nach Angaben der Baudezernentin Ellen Köncke gibt es die eingeforderte Erklärung bisher zwar nicht. Aber sie verwies auf schriftliche Mitteilungen, in denen die Betreiber des Butterburger Windparks zum Ausdruck bringen, dass sie zu einer frühzeitigen Aufgabe der Anlagen bereit sind und ein Repowering nicht in Betracht kommt. Stattdessen seien eine Kooperation mit der Innovent WP Esenshammergroden und eine Beteiligung an derem Vorhaben beabsichtigt. Angesichts dieser Aussagen ist Baudezernentin Ellen Köncke davon überzeugt, dass es „nie einen parallelen Betrieb der beiden Windparks geben wird“. Damit sei eine wichtige Anforderung erfüllt.

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Mit der Ausweisung des Sondergebiets in Esenshammergroden will die Stadt Nordenham den Bau von Einzelanlagen und damit eine „Verspargelung“ der Landschaft verhindern. Mit der planungsrechtlichen Festlegung dieser Konzentrationsfläche wird der Betrieb von Windrädern an anderen Stellen im Stadtgebiet ausgeschlossen.

Die Stadt ist laut Gesetz dazu verpflichtet, Windenergieflächen vorzuhalten. Bislang lässt sich diese Vorgabe mit dem 2002 ans Netz gegangenen Windpark am Butterburger Weg erfüllen Die Förderung der dortigen Windräder mit Zuwendungen aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz läuft Ende 2022 aus.

Die Bedingungen

Für den neuen Windpark in Esenshammergroden gelten folgende Auflagen:   Der Baubeginn der oberirdischen Anlagenteile darf erst nach der vollständigen Demontage der alten Windräder in Butterburg erfolgen.  Sobald die Bauleitpläne für Esenshammergroden rechtskräftig sind, wird der Bebauungsplan für den Windpark in Butterburg aufgehoben.  Die Betreibergesellschaft des Windparks Esenshammergroden muss eine finanzielle Bürger- und Kommunalbeteiligung anbieten.  Die Windräder werden mit einer bedarfsgerecht gesteuerten Nachtkennzeichnung ausgerüstet, auch wenn es dazu keine gesetzliche Verpflichtung gibt.  Die Windpark-Betreiber müssen die Steuerung des Schattenwurfs dokumentieren und Betriebsprotokolle vorlegen, um das Einhalten der gesetzlichen Bestimmungen nachweisen zu können. Ein Gutachter nimmt auf Kosten der Betreibergesellschaft im ersten Betriebsjahr eine Schall- und Tiefenfrequenzmessung vor und überreicht die Ergebnisse der Stadt Nordenham, um die Einhaltung der rechtlichen Vorgaben zu belegen.

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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