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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Nordwestbahn: Fahrgäste fühlen sich „heruntergeputzt“

16.04.2013

Nordenham Sieben Wochen ist Christoph Modersitzki mit der Nordwestbahn (NWB) zur Berufsschule nach Oldenburg gefahren. Hin und wieder musste er sein Monatsschülerticket vorzeigen, das er sich für 120 Euro gekauft hatte. Nie gab es Beanstandungen. Doch eines Tages geriet der 16-Jährige an eine Schaffnerin, der die Fahrkarte nicht ausreichte. Christoph Modersitzki bekam ein Bußgeld von 40 Euro aufgebrummt. Mutter Meike Modersitzki hat kein Verständnis dafür. Sie ist entsetzt darüber, wie die Nordwestbahn mit ihren Kunden umgeht.

Christoph Modersitzki hatte zwar ein Ticket und auch einen Schülerausweis. Was er nicht hatte, war eine Kundenkarte der NWB. Die hätte er nach den Beförderungsrichtlinien allerdings haben müssen. Meike Modersitzki steht auf dem Standpunkt: „Mit einer Fahrkarte im Wert von 120 Euro beabsichtigt niemand, schwarz zu fahren“. Inzwischen hat sich ihr Sohn die Kundenkarte besorgt. Die NWB hat nach einem regen Schriftverkehr das Bußgeld fallen gelassen und sich mit einer Bearbeitungsgebühr von sieben Euro zufrieden gegeben.

Nach den Worten von Meike Modersitzki ist ihr Sohn beim Kauf des Monatstickets nicht darauf hingewiesen worden, dass er auch eine Kundenkarte benötigt. „Das hätte man ihm aber sagen müssen.“ Die NWB habe ihr geschrieben, wir hätten die Beförderungsrichtlinien lesen müssen. Besonders ärgert sich Meike Modersitzki über das Verhalten des NWB-Personals. Ihr Sohn sei im Zugabteil „lauthals und auf übelste Weise runtergeputzt“ worden.

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Entwerter verstopft

Ähnliche Erfahrungen wie Christoph Modersitzki haben die Töchter von Thomas Albers gemacht. Sie sind 13 und 16 Jahre alt, waren erstmals alleine mit dem Zug unterwegs. Sie kauften am Automaten in Nordenham Fahrkarten nach Bremen, konnten sie aber nicht in den Entwerter stecken, weil in dem Schlitz eine Fünf-Cent-Münze feststeckte. Im Zug sei weit und breit kein Schaffner gewesen.

Die Rückfahrt schildert Thomas Albers so: Weil sich die Kinder auf dem Bremer Hauptbahnhof nicht auskannten, seien sie in den Zug gestiegen und hätten sich sofort an die Schaffnerin gewandt. „Diese hat meine Kinder nur beschimpft und ihnen Schwarzfahren unterstellt.“ Sie stellte zwei Straftickets über je 40 Euro aus. Auch Thomas Albers ärgert sich: „Ich erwarte mehr Fingerspitzengefühl von den Mitarbeitern der Nordwestbahn.“

Katrin Hofmann, Pressesprecherin bei der NWB, verweist darauf, dass es sowohl für die Fahrgäste als auch für die Zugbegleiter eine sehr unangenehme Situation ist, wenn ein erhöhtes Beförderungsentgelt ausgestellt werden muss. Es könne vorkommen, dass die Worte unserer Mitarbeiter als unfreundlicher empfunden werden, als sie gemeint oder gesagt wurden. „Bei der Ausstellung von erhöhten Beförderungsentgelten sind unsere Mitarbeiter allerdings an die geltenden Tarifbestimmungen und Beförderungsbedingungen gebunden.“

16-Jährige muss zahlen

Zum Fall von Christoph Modersitzki sagt Katrin Hofmann: Beim Kauf am Automaten werde explizit darauf hingewiesen, dass das Schülermonatsticket nur mit der NWB-Kundenkarte gültig ist. Zum Fall der Albers-Kinder sagt die Pressesprecherin, dass das Bußgeld gegen die 13-Jährige aufgrund ihres Alters zurückgenommen wurde. Auf das Bußgeld gegen die 16-Jährige werde die NWB aber weiter bestehen. An den Bahnsteigaufgängen in Bremen gebe es überall Entwerter, sagte die Pressesprecherin. Dass der Entwerter im Nordenhamer Bahnhof immer wieder unbrauchbar gemacht wird, sei bekannt und ein großes Ärgernis nicht nur für die Fahrgäste, sondern auch für die Nordwestbahn.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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