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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Soziales: Fahrraddiebe schockieren Familie

22.05.2012

NORDENHAM „Die Suche nach einem Arbeitsplatz funktioniert besser, wenn man optimistisch ist“, weiß Sozialarbeiterin Doris Ammermann. „Wer pessimistisch und niedergeschlagen ist, hat es viel schwerer“, sagt die Mitarbeiterin des Vereins Refugium Wesermarsch. Dabei sei Mobilität ganz wichtig. Mangelnde Mobilität könne tief treffen. Auch ein Fahrraddiebstahl könne schockieren.

Um Arbeitssuchenden in solchen Fällen besser helfen zu können, hofft der gemeinnützige Verein für interkulturelle Arbeit auf Spenden. Refugium möchte künftig Fahrräder verleihen können.

Denn wer Arbeitslosengeld II bekommt, kann davon leben, erläutert Doris Ammermann. „Zwei Fahrräder und ein Kindersitz sind davon – auch gebraucht – jedoch schwer zu finanzieren.“

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Anlass für diesen Vorstoß von Refugium ist der Fall der Nordenhamer Familie Hartmann. Die Deutschen sind als Spätaussiedler 1999 aus Kasachstan nach Deutschland gekommen.

Irina Hartmann (40) sucht eine Teilzeitstelle. Ihr 41 Jahre alter Ehemann hatte in einer Fleischerei gearbeitet und ist nach einem Bandscheibenvorfall seit vier Jahren erfolglos auf Arbeitssuche. Die Kinder sind heute 5, 13 und 18 Jahre alt.

Projekt IDA

Irina Hartmann hatte in Kasachstan Köchin gelernt und als Altenpflegerin gearbeitet, aber keine Ausbildung dafür absolviert. Seit März dieses Jahres ist sie im Projekt IDA des Vereins Refugium Wesermarsch.

IDA steht für Integration durch Arbeit. Dieses Projekt wird von der Bundesagentur für Arbeit gefördert. Damit soll in enger Zusammenarbeit mit dem Jobcenter Wesermarsch arbeitslosen Migranten bei der Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt geholfen werden.

Seit April 2001 wird IDA in Brake und seit Februar 2009 auch in Nordenham angeboten. Der weitaus größte Teil der Teilnehmer konnte seither in Praktika, geringfügige Beschäftigungen und auch in sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse vermittelt werden. Zurzeit werden 15 Arbeitssuchende in Nordenham und 25 in Brake betreut.

Die Angebote des IDA-Projektes reichen von Deutschkursen über Blockveranstaltungen zur Vermittlung sozialer Kompetenzen bis hin zum Bewerbungstraining.

Gefördert wird individuell oder in Gruppen mit verschiedenen Schwerpunkten. Dabei werden vorhandene berufliche Qualifikationen ebenso berücksichtigt wie die bisherige Dauer des Aufenthaltes in Deutschland, Deutschkenntnisse, aber auch nationale Besonderheiten und Neigungen eines jeden Projektteilnehmers.

Irina Hartmann ist seit März im IDA-Projekt. Sie strebt eine Aushilfstätigkeit vormittags als Altenpflegehelferin an. Sie hat sich um Praktikumsplätze bemüht. Anfang April haben ihr Mut und ihre Kraft aber einen schweren Rückschlag erlitten. Aus dem abgeschlossenen Fahrradkeller der Wohnung ihrer Familie in Nordenham haben Unbekannte ihr Rad und auch das ihres Mannes sowie einen Kindersitz gestohlen. „Ich war schockiert“, so Irina Hartmann.

Schwerer Schlag

Sozialarbeiterin Doris Ammermann bedauert diesen Rückschlag umso mehr, als die Familie sehr engagiert und fleißig sei. Irina Hartmann sei flexibel, Helfertätigkeiten in allen Bereichen zu übernehmen. Die Fahrraddiebe hätten ihr nicht nur die Mobilität genommen, sondern auch ihrer Zuversicht einen schweren Schlag versetzt.

Für solche Notfälle und auch für Asylbewerber, die dezentral untergebracht sind, hätte der Verein Refugium gerne vier bis fünf Fahrräder zum Verleihen. Wer spenden möchte, soll sich mit dem Verein in Verbindung setzen (Telefon  04731/9209557).

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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