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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Elektroauto: Fahrvergnügen mit Sonnenstrom

15.08.2014

Seefeld Wenn sich Kai von Häfen einen Porsche gekauft hätte, wäre er damit wohl nicht so aufgefallen wie mit seinem neuen Renault. Der schwarze Kleinwagen ist ein Thema bei Freunden, Nachbarn und Kollegen. Und immer wieder wird Kai von Häfen um eine Probefahrt gebeten.

Denn dieser Renault ist ein ganz besonderes Auto: Er fährt mit Strom. Fast auf den Tag genau ein Jahr ist es her, dass der Seefelder sich dieses Auto gekauft hat. Und er hat jeden Tag in diesem Fahrzeug genossen, wie er sagt.

Großes Interesse

Als die NWZ  am 17. August vergangenen Jahres über die Neuanschaffung berichtete, löste sie damit ein außergewöhnlich großes Interesse aus, erinnert sich Kai von Häfen. Kaum hatten die ersten Abonnenten die Zeitung bekommen, klingelte bei Familie von Häfen schon das Telefon. Und wenig später sah Kai von Häfen unbekannte Autos auffällig langsam an seinem Haus an der Von-Aldenburg-Straße vorbeifahren.

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Zumindest einer der Interessierten nahm sich an dem jetzt 45-Jährigen ein Beispiel und kaufte sich auch einen Renault Zoe, der mit Strom aus einer Photovoltaik-Anlage angetrieben wird. Denn das ist das Besondere an Kai von Häfens Elektroauto: Es fährt mit Sonnenstrom – und die Sonne schickt bekanntlich keine Rechnung.

Bevor er das Auto kaufte, installierte der Seefelder die Anlage auf dem Dach seines Carports – zusätzlich zu der Photovoltaik-Anlage, die er 2006 auf dem Dach seines Hauses montieren ließ, und zu den Sonnenkollektoren, mit denen er seit elf Jahren Warmwasser bereitet.

Weil die Einspeisevergütung mittlerweile unter dem Strompreis liegt, kam der Strom aus der neuen Anlage nur für den Eigenverbrauch in Frage. Und so entschied sich Kai von Häfen für ein Elektroauto.

Nach einem Jahr fällt seine Bilanz äußerst positiv aus. Das neue Auto fährt zehn Jahre lang steuerfrei, er muss für den Strom nichts zahlen und hat von der EWE sogar eine Stromtankkarte bekommen, mit der bei den EWE-Stromtankstellen – etwa am Center-Parcs in Tossens – die Lithium-Ionen-Batterie seines Autos kostenlos aufladen darf.

Das ist für die EWE nicht teuer, denn die 22 Kilowattstunden, die die Batterie maximal aufnehmen kann, kosten im Einkauf kaum mehr als ein Liter Sprit an der Tankstelle. Und der Energieversorger kann mit der Tankkarte Erfahrungen sammeln. Zudem spart Kai von Häfen, weil ein Elektroauto keinen Ölwechsel und keinen neuen Auspuff braucht, wie er sagt: „Einmal Wischwasser nachfüllen – und ab geht‘s.“

Er empfindet die Touren mit seinem Elektroauto als Fahrvergnügen. Eigentlich wollte er es nur für die täglichen insgesamt 70 Kilometer bis zur Ammerland-Molkerei in Dringenburg nutzen, wo er als Schichtleiter arbeitet. Die übrigen Fahrten wollten er und seine fünfköpfige Familie mit dem VW Sharan, einem Diesel-Fahrzeug, zurücklegen. Doch es kam anders. Statt der geplanten 15 000 Kilometer hat das Elektroauto im ersten Jahr 35 000 Kilometer zurückgelegt – mehr als doppelt so viel wie geplant.

Entspanntes Fahren

Denn nicht nur Kai von Häfen fährt damit, sondern auch seine Frau Elke. Und die älteste Tochter Friederike (18) hat ein Jahr begleitetes Fahren in dem Elektrofahrzeug hinter sich. Sie findet das Auto richtig cool, wie sie sagt. Vor allem der Bordcomputer mit seinen Wechselbildschirmen hat es ihr angetan. Da kann sie immer sehen, wie viel Strom sie mit ihrem momentanen Fahrstil verbraucht.

„Dieses Auto verführt zum entspannten Fahren“, sagt Kai von Häfen. Und weil er die kostenlose EWE-Stromtankkarte hat, sind sie mit dem Renault schon nach Aurich und Emden gefahren. Unterwegs luden sie Strom nach und nutzten die Zwangspause zum Eisessen. Hätten sie für den Strom bezahlen müssen, wäre er günstiger gewesen als das Eis.

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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