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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Familienvater hofft auf interessante Jahre im Rat

22.10.2011

SCHWEI „Ich hoffe und denke, dass es fünf interessante Jahre werden“, meint Olaf Helwig, neues Ratsmitglied der Wählergemeinschaft pro Stadland (WPS). „Ich muss mich erst mal bei den Wählern für das Vertrauen bedanken.“

Sein persönliches Ziel bei seiner neuen Aufgabe? „Kinder und Jugend“, antwortet der Familienvater prompt. Generell möchte er sich für die soziale Arbeit in der Gemeinde engagieren. Seine beiden Töchter tragen erheblichen Anteil daran, dass er Kontakt zur Politik bekam: Seit 2001 lebt der gebürtige Rendsburger mit seiner Familie in Schwei. „Damals war meine älteste Tochter im Kindergarten, dort war ich im Beirat“, erzählt der gelernte Elektriker, „später wurde ich Vorsitzender des Gesamt-Elternbeirates.“ Als die Tochter zur Schule kam, wurde er Elternratsvorsitzender der Grundschule Schwei und ist Gründungsmitglied des Fördervereins. „Ich wollte etwas mitgestalten und bewegen.“

Wunsch nach Mitsprache

Warum er überhaupt politisch aktiv geworden ist, erklärt Olaf Helwig, der in Rodenkirchen aufwuchs, mit dem Wunsch nach Mitspracherecht. Er wird nicht müde, zu betonen, dass „wir ja keine Partei sind, sondern eine Bürger-Interessengemeinschaft, die versucht, die Gedanken des Bürgers in den Gemeinderat mit einfließen zu lassen. Unser größtes Ziel ist, dass man nach fünf Jahren die Handschrift der WPS sieht.“

Seit dem 1. Oktober ist Olaf Helwig bei der E.ON-Kraftwerksgruppe Nord angestellt; hier begleitet er den Fahrbetrieb Huntorf: „Ich kümmere mich darum, dass der sichere Betrieb des Kraftwerks gewährleistet ist.“ Zuvor war der Familienvater beim Kernkraftwerk Unterweser beschäftigt.

Sein größtes Hobby ist seine Familie: „Wir unternehmen viel zusammen.“ Außerdem sitzt er viel am Rechner, zum Beispiel, um Videos zu bearbeiten. Nebenbei ist er Feuerwehrmann bei der FF Schwei. „Ich bin ganz gerne in der Gemeinschaft“, erklärt Olaf Helwig.

Gegen KKU-Schließung

Zur WPS kam er, weil er nach etwas gesucht habe, „wo man was bewegen kann.“ Die SPD habe ihm zwar nahe gelegen – „aber wegen ihrer Einstellung zur Schließung des KKU war sie dann doch wieder ganz weit fern.“

„Politisch verstehen kann ich es noch nicht, dass das KKU geschlossen wurde“, sagt Olaf Helwig, „es gibt kein anderes EU-Land, das Kernkraftwerke schließt. Und unsere KKW haben den höchsten Sicherheitsstandard. Frau Merkel sagt, dass wir keins zumachen, wenn wir Strom aus dem Ausland ziehen – aber genau das tun wir. Davon redet keiner mehr, und der Bürger zahlt.“ Preiserhöhungen in allen Bereichen seien die Folge. „Die Schließung wäre kein Thema gewesen, wenn die erneuerbaren Energien schon so weit gewesen wären.“

Auch zum Thema A20 hat der 41-Jährige, der Mitglied im Arbeitskreis Dorferneuerung ist, eine klare Position: „Die WPS steht dafür.“ Olaf Helwig betont in diesem Zusammenhang den Wirtschaftsfaktor der neuen Autobahn: „Wir möchten diese Chance wahrnehmen.“

Des Weiteren möchte das neue Ratsmitglied sowohl den Tourismus in Stadland fördern als auch Vereine unterstützen. Letzteres „hat nicht unbedingt etwas mit Geld zu tun, sondern auch mit Motivation und damit, sich um die Belange der Vereine zu kümmern.“

Für Gespräche mit Bürgern ist er offen. „Wenn man politisch aktiv werden will, muss man auch zu Themen, die einem nicht lieb sind, Stellung beziehen“, findet Olaf Helwig.

Jantje Ziegeler
Redakteurin
Online-Redaktion
Tel:
0441 9988 2157

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