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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Gleich zum Start aufs Siegertreppchen

22.10.2019

Fedderwardersiel Der erste Startversuch verlief dramatisch und mit üblen Folgen, der zweite dafür umso erfolgreicher. Bennet Sundermann ist der neue FÖJler des Nationalparkhauses in Fedderwardersiel. Gerade freut er sich über eine besondere Urkunde, die Hausleiterin Dr. Felicitas Demann in Horumersiel erhalten hat.

Dort fand am Wochenende die Abschlussfeier der 11. Zugvogeltage im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer statt. Zum Programm gehörte auch wieder der Aviathlon – ein Wettbewerb, bei dem verschiedene Regionen mit ihren Nationalparkhäusern gegeneinander antraten und bei dem es darum ging, möglichst viele Zugvogelarten zu beobachten und zu melden. Ergebnis: Fedderwardersiel ist diesmal auf dem ersten Platz gelandet.

144 Arten gezählt

Im vergangenen Jahr hatte Cuxhaven auf den allerletzten Rest Fedderwardersiel Platz 1 weggeschnappt. Diesmal nun stand Butjadinger unter allen Festland-Teilnehmern insgesamt mit 144 gemeldeten Arten auf dem Siegertreppchen, während Wangerooge unter allen Insel die meisten beobachteten Zugvogelarten melden konnte – 149 nämlich.

Die letzten Sichtungen hatte Bennet Sundermann an die in Wilhelmshaven sitzende Nationalparkverwaltung weitergeleitet. Der 19-Jährige aus Siegen in Nordrhein-Westfalen hat am 15. Oktober sein Freiwilliges ökologisches Jahr im Nationalparkhaus begonnen. Er folgt damit auf Mieke Koltermann, die die erste FÖJlerin überhaupt in Fedderwardersiel war.

Bennet Sundermann ist mit sechs Wochen Verspätung in sein FÖJ gestartet, denn er hatte Pech. Auf dem Weg zu seinem ersten Arbeitstag hatte er zwischen Burhave und Fedderwardersiel ein Fahrradunfall, zog sich eine schwere Handverletzung zu und fuhr schließlich ins Kranken-, statt ins Nationalparkhaus.

Nun ist Bennet Sundermann umso motivierter bei der Arbeit und kann schon nach den wenigen Tagen sagen, dass er sich im Nationalparkhaus rundum wohlfühlt. „Nette Leute, tolles Arbeitsklima“, listet der 19-Jährige auf, der sich nach dem Abi vor allem für ein Freiwilligen ökologisches Jahr entschieden hatte, um sich für seinen künftigen beruflichen Weg zu orientieren. So ganz genau weiß Bennet Sundermann noch nicht, wo es langgehen soll. Einige Idee hat er aber schon. Als Ranger tätig zu sein, stellt er sich spannend vor. Auch ein Studium etwa der Meeresbiologie könnte sich der FÖJler gut vorstellen.

Das Meer hatte es ihm jedenfalls schon als Kind angetan. Mit den Eltern ging’s in den Ferien unter anderem auf die niederländische Insel Texel. Und wenn Bennet Sundermann heute in Butjadingen über den Deich schaut, dann ist er jedes Mal aufs Neue begeistert.

Lebenslauf einer Tüte

Doch der 19-Jährige weiß auch, dass hier nicht alles heile Welt ist. Dem Thema Plastikmüll im Meer widmet das Nationalparkhaus eine vergleichsweise kleine Ecke. Bennet Sundermann hat sich vorgenommen, sie aufzuwerten, und zwar im Rahmen des Projekts, das jeder FÖJler konzipieren und dann eigenständig umsetzen muss. Er hat die Idee, mit einer Animation den Weg einer herkömmlich Plastiktüte nachzuzeichnen, wobei Besucher des Hauses die Möglichkeit erhalten sollen, diesen „Lebenslauf“ zu beeinflussen – und zu entscheiden, ob die Plastiktüte zum Beispiel recycelet wird oder aber irgendwann als Mikroplastik in Fischen landet.

Vorerst sind die Aufgaben des 19-Jährigen, der in einer kleinen Wohnung in Burhave untergekommen ist, die auch bereits seine Vorgängerin bewohnt hatte, noch ein bisschen profaner. Kassendienst gehört ebenso dazu wie das Füttern der Fische im Aquarium. Ein festes Mitglied des Teams des Nationalparkhauses ist Bennet Sundermann aber jetzt schon.

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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