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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Frauen-Flohmarkt: Fortsetzung folgt schon im Herbst

08.07.2014

Rodenkirchen Der erste Frauen-Flohmarkt in der Markthalle ist zu Ende. Doch der zweite folgt schon bald: Aufgrund der großen Resonanz der Standbetreiber und des teilweise sehr guten Verkaufes wird es eine Wiederholung im Herbst geben. Dies kündigte die Organisatorin Ute Janßen noch während der Veranstaltung am Sonntag an.

Sie freute sich über den guten Besuch, der vor allem am Vormittag für eine volle Markthalle gesorgt hatte. „80 Prozent der Aussteller sind mit ihrem Verkauf zufrieden“, berichtete die Golzwarderin und konnte schon die ersten Anmeldungen für den nächsten Frauenflohmarkt notieren. Der Termin steht allerdings noch nicht fest.

Frauen haben das Sagen

Nachdem die Mitarbeiter des Markthallen-Pächters Gerfried Hülsmann die letzten Besen um 5 Uhr in der Frühe in die Ecke gestellt hatten – der rauschende Abschlussball der Oberschule war gerade zu Ende gegangen – , standen zwei Stunden später schon die ersten Flohmarkt-Beschicker vor der Tür, um ihre Sachen auf den bereit gestellten Tischen auszubreiten. Um 11 Uhr wurde der Frauenflohmarkt offiziell eröffnet.

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„Wir haben die Männer heute nur zum Tischerücken gebraucht, ansonsten hatten die Frauen das Sagen an den Ständen“, stellte Ute Janßen schmunzelnd fest. Die 52-jährige Golzwarderin bot selbst einige gebrauchte und neue Sachen an und verkaufte Kerzen, Schmuck oder Kleidung.

Lob für die Organisation gab es auch aus den Reihen der Standbetreiber, die je nach Angebot gute oder schlechte Verkäufe zu verzeichnen hatten. Mit gebrauchter Kleidung kam Kirsten Malle aus Waddens in die Markthalle. Sie bot nicht große Mengen an, aber verkaufte dennoch weit mehr als Dreiviertel ihrer Ware. Die erfahrene Trödlerin steht auf anderen Märkten oft mit Antik- und Trödelsachen, die sie zusammen mit ihren Eltern anbietet. „Antikes funktioniert in der Halle nicht, deshalb habe ich Kleidung mitgebracht“, sagte sie und freute sich über die gute Organisation.

An rund 40 Ständen – drei davon waren vor der Halle aufgebaut – boten fast ausschließlich Frauen vermeintlich typische Dinge für Frauen an. Die wertvollen Puppen mit Echthaar und handbemalten Porzellangesichtern von Evelin Ritter gehörten dazu. Aber auch Schmuck in vielen Variationen, Bücher, CDs und Schuhe waren im Angebot. Den Großteil machte allerdings Kleidung für jeglichen Anlass und jegliches Alter aus.

Ein Mann schneidert

Ausschließlich Unikate aus recycelten Materialien bot eine Nordenhamerin an. Ihre Unikat-Taschen aus alten Jeans- oder Bezugsstoffen mit Handytasche, Taschenlampe und Schutzengel hatte allerdings ihr Mann Horst hergestellt. Der 66-jährige Werkzeugmachermeister im Ruhestand bewies mit seinen Kreationen ein glückliches Händchen, denn viele Frauen kauften seine individuellen Taschen, die er aus 50 Teilen in stundenlanger Arbeit nach einem eigenen Schnittmuster herstellt. „Es ist nur ein Hobby und soll Spaß machen“, war seine Erklärung für einen wirklich sehr günstigen Preis.

Durch Zufall ist der Nordenhamer ans Schneidern gekommen. Er wollte lernen, Segel für seine Schiffsmodelle zu nähen und belegte einen Kurs bei der Schneidermeisterin Irmgard May. Eines Tages war bei seiner Frau der Taschennotstand ausgebrochen, und so schneiderte er ihr kurzerhand ein Exemplar aus alten Stoffen. Die Idee für seine Unikat-Taschen war geboren. Aber damit nicht genug. Auch mit Silberbesteck kann der Modellbauer umgehen. Aus ihnen formt er Ringe, Anhänger oder Ähnliches und punziert sie oder arbeitet Edelsteine hinein.

„Im Berufsleben hatte er keine Zeit für solche Dinge, aber jetzt kann mein Mann solche Hobbys ausüben“, sagte die Ehefrau, die ihren Gatten selbstverständlich auf die Märkten begleitet und ihn unterstützt. Frauen dürfen sich übrigens freuen, denn die Familie wird bei der Verkaufsausstellung Kunst & Hobby und beim Weihnachtsmarkt vertreten sein. Den veranstaltet, wie berichtet, ebenfalls Ute Janßen.

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