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Aktualisiert vor 37 Minuten.

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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Arbeit: Frauen feilen an beruflicher Zukunft

04.02.2014

Nordenham Manuela Scheelken erging es wie vielen, die an einer Umschulung teilnehmen. Auch sie hatte ihr Tief. „Ich hatte das Gefühl, nicht mehr mitzukommen. Ich wollte alles hinschmeißen“, erinnert sich die 46-Jährige. Diese Durchhänger sind völlig normal. „Darauf sind wir vorbereitet“, sagt Klaus Rieger, der die Nordenhamer Niederlassung der kommunalen Beschäftigungsfördergesellschaft Zeit & Service leitet. Ihr Tief hat Manuela Scheelken längst überwunden. In der Ausbildungswerkstatt von Zeit & Service im Technologie-Zentrums schleift und sägt sie an einem Winkel aus Glasfaserverbundkunststoff und feilt dabei zugleich an ihrer beruflichen Zukunft.

Qualifizierter Abschluss

Manuela Scheelken ist Gruppensprecherin der elf Frauen, die sich im Projekt „Frauen in Technik“ (FIT) zu Maschinen- und Anlagenführerinnen, Fachrichtung Metall- und Kunststofftechnik, umschulen lassen. FIT richtet sich an Frauen, die nach Zeiten der Kindererziehung oder Arbeitslosigkeit einen qualifizierten Abschluss erhalten und sich neue berufliche Chancen auf dem Arbeitsmarkt erarbeiten wollen. Das Projekt wird von der EU finanziert. Träger ist Zeit & Service in Kooperation mit dem Jobcenter Wesermarsch. Unterstützt wird das Projekt von der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises.

15 Frauen aus der Wesermarsch haben im September vergangenen Jahres mit der Umschulung begonnen. Einige haben zwischenzeitlich einen Job gefunden oder aufgegeben. Elf Frauen sind noch dabei. Die ersten Module haben sie mit Erfolg absolviert. Zu Beginn mussten die Frauen die Schulbank drücken: mathematische Grundlagen, Wirtschafts- und Sozialwesen und vieles mehr standen auf dem Stundenplan. Für die Teilnehmerinnen, die zum Teil seit Jahrzehnten aus der Schule heraus sind, war das natürlich kein Pappenstil. Da musste auch viel zu Hause gepaukt werden. Aber mit Teamwork geht vieles leichter. Die Frauen trafen sich immer wieder zum Lernen und halfen sich dabei gegenseitig.

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Nachdem die Frauen einen Grundkurs in Metalltechnik absolviert hatten, sind sie nun in der Ausbildungswerkstatt des Technologiezentrums in Einswarden mit Kunststoff beschäftigt. Es folgen noch Pneumatik und Hydraulik und CNC-Fräsen. Die Frauen können den Stapler- und Kranschein erwerben, bevor ein dreimonatiges Praktikum im Betrieb beginnt. Zusätzlich gibt es an zwei Tagen in der Woche Berufsschultage, die Zeit & Service selbst umsetzt.

Wie Heinz May, Geschäftsführer bei Zeit & Service, mitteilt, gibt es vor allem in den männerdominierten Berufen einen großen Bedarf an Fachkräften. Dass die Frauen gute Chancen haben nach, bestandener Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer, eine Anstellung zu finden, zeigt das große Interesse der Betriebe.

Frauen sind gefragt

Praktikumsplätze für die Teilnehmerinnen zu finden, sei kein Problem gewesen. Frauen seien als Fachkräfte auch in technischen Berufen zunehmend gefragt. Heinz May weist aber auch darauf hin, dass es für Betriebe immer wichtiger wird, familienfreundliche Arbeitszeitmodelle zu entwickeln.

Silke Keller vom Jobcenter Wesermarsch begrüßt das Projekt: In den typischen Frauenberufen sei die Gefahr groß, in prekäre Beschäftigungsverhältnisse abzurutschen. Das Projekt biete den Teilnehmerinnen die Chance, ein angemessenes Einkommen zu erzielen. „Auf der anderen Seite werden ,Frauen-Tugenden’ wie zum Beispiel Sorgfalt in männerdominierten Betrieben immer mehr geschätzt.“

Auch Zeit & Service bietet den Frauen bei der Umschulung flexible Teilzeitmodelle an, die es ihnen ermöglichen, Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen. Interessierte Frauen können auch jetzt noch in die Umschulung einsteigen. Vier Plätze sind frei.


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/wesermarsch 
Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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