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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Brexit: Freundschaft zu Briten bleibt bestehen

25.06.2016

Nordenham Nun ist es amtlich: Die Briten sind raus der Europäischen Union. Eine Mehrheit der Bevölkerung hat für den Brexit gestimmt. Die Begeisterung darüber hält sich in Nordenham allerdings in Grenzen. Vor allem die Freunde des Landes bedauern die Entscheidung sehr.

Zu diesen Freunden gehört Claudia Kimmel. Sie ist Vorsitzende des Freundeskreises Nordenham-Peterlee. Das Amt hat die 48-Jährige von ihrer Mutter Karin Tönjes übernommen. Schon als Jugendliche hat sie Nordenhams englische Partnerstadt und ihre Bewohner kennen- und liebengelernt. 15 bis 20-mal – „so genau weiß ich das gar nicht mehr“ – sei sie in England gewesen. Und trotz des Austritts der Briten aus der EU spielt sie immer noch mit dem Gedanken, irgendwann einmal dorthin auszuwandern.

So verwundert es auch nicht, dass Claudia Kimmel die Entscheidung der Briten bedauert. Sie geht davon aus, dass der Schaden für die Briten schlimmer wird als für die EU. Sie fürchtet eine Einschränkung der Reisefreiheit, die Wirtschaft werde leiden, die Preise steigen. „Der Brexit ist wirklich sehr schade, zumal meine Freunde in England auch Anhänger des europäischen Gedankens sind.“

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Der Brexit wird sicherlich auch Thema sein, wenn am 16. August wieder eine Gruppe aus Peterlee nach Nordenham kommt. Claudia Kimmel geht davon aus, dass die Freundschaft zu Peterlee bestehen bleibt. „Steigende Reisekosten könnten aber zu einem Problem werden.“

Ein Freund der britischen Insel und der Menschen dort ist auch Norman Bennat. Der 50-Jährige arbeitet im Bistro Am Markt im Service. Und über die Jahre hinweg hat er viele Gäste aus Großbritannien kennengelernt, die er inzwischen als Freunde bezeichnet. Das Abstimmungsergebnis führt er auf politische Frustration zurück. Norman Bennat, der selbst in den USA geboren ist, stellt sich die Frage, „wohin das alles noch führt“. Der Austritt der Briten aus der EU sei auch ein Signal dafür, dass die europäische Einheit so langsam zerbröselt. Die Tatsache, dass in Europa seit 71 Jahren Frieden herrscht, hat aus seiner Sicht auch etwas mit dieser Einheit zu tun.

Nicht minder traurig über die Entscheidung der Briten ist Oliver Morawietz. Der 46-Jährige reist regelmäßig auf die britische Insel, vor allem nach Schottland, weil er Whisky-Liebhaber und Sammler dieser edlen Tropfen ist. Der Nordenhamer befürchtet schwerwiegende ökonomische Folgen für die Briten, einen Rückgang der Investitionstätigkeit und steigende Arbeitslosigkeit. Oliver Morawietz spricht von einem „Desaster“. Er vermutet, dass die alte Kolonialmacht noch einmal zeigen wollte, dass sie etwas Besonderes ist.

An seiner Vorliebe für die Briten ändert das aber nichts. Besonders die Schotten sind ihm ans Herz gewachsen. „Das sind einfach tolle Menschen.“ Deshalb will er auch weiterhin nach Schottland reisen. Und für Oliver Morawietz ist auch nicht ausgeschlossen, dass die Briten ihre Entscheidung in zehn Jahren wieder rückgängig machen.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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