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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Brückenbaustelle In Nordenham: Phase eins termingerecht abgewickelt

18.06.2019

Friedrich-August-Hütte Darauf zu setzen, dass die Baumaßnahme und damit die Straßensperrung schneller erledigt ist als erwartet, wäre etwas verfrüht. Aber die Richtung stimmt: „Wir sind sehr zufrieden“, sagt Thilo Früchtnich, „es läuft alles nach Plan.“ Er ist beim Landkreis Wesermarsch als Fachdienstleiter für Liegenschaften zuständig und betreut in dieser Funktion die Großbaustelle auf der Martin-Pauls-Straße (Kreisstraße 188) in Friedrich-August-Hütte. Dort ist am Montag die zweite Projektphase gestartet. Ein Abrissunternehmen hat damit begonnen, die alte Betonbrücke über dem Blexer Sieltief zu zerlegen. Vorausgesetzt, dem Bagger kommen keine unliebsamen Überraschungen in die Quere, wird von der Brücke in drei Wochen nichts mehr zu sehen sein.

Positive Zwischenbilanz

Thilo Früchtnich stellt der Einswarder Firma Herdejürgen & Harmsen, die als Generalunternehmen mit der Abwicklung des Brückenbauprojekts beauftragt ist, und allen weiteren beteiligen Betrieben ein dickes Lob für die „sehr gute Arbeit“ aus. Das hört Robert Folgmann als Geschäftsführer von Herdejürgen & Harmsen natürlich gerne. Er selbst ist ebenfalls zufrieden mit den Fortschritten auf der Baustelle. So fällt die Zwischenbilanz nach den ersten zwei Monaten, in denen die Straßenvollsperrung und die Pfahlgründung im Vordergrund standen, rundum positiv aus.

Radfahrer müssen schieben: Polizei kontrolliert vor der Grundschule

Auch für Radfahrer und Fußgänger gibt es auf der Großbaustelle in Friedrich-August-Hütte kein Durchkommen. Sie müssen ebenfalls Umwege in Kauf nehmen, um das Blexer Sieltief überqueren zu können.

Die offizielle Umleitung führt über eine schmale Brücke, die unweit der Grundschule Friedrich-August-Hütte über das Sieltief verläuft. Bei dieser Verbindung zwischen der Margaretenstraße (Südufer) und der Siedlung Glück auf II (Nordufer) handelt es sich verkehrsrechtlich um eine Fußgängerbrücke. Radfahrer dürfen sie zwar ebenfalls nutzen, müssen aber vorher absteigen und ihr Zweirad schieben. Darauf weisen entsprechende Schilder hin.

Die Beschilderung nehmen manche Radler und auch E-Biker allerdings nicht ernst. Deshalb ist die Polizei dazu übergangen, Kontrollen vorzunehmen und gegebenenfalls Bußgelder zu verhängen. Laut Hergen Hadeler von der Verkehrsbehörde der Stadt Nordenham kommt es aus Sicherheitsgründen nicht in Betracht, das Radfahren auf der Brücke zu erlauben. Für einen Begegnungsverkehr sei nicht genug Platz. Vor allem für Kinder könnte es zu gefährlichen Situationen kommen.

Die Behelfsbrücke östlich der Baustelle ist Rettungsfahrzeugen vorbehalten. Offiziell dürfen auch Radfahrer und Fußgänger diese von der Deutschen Bahn zur Verfügung gestellte Brücke nicht nutzen. Aber viele umkurven die Sperrpfosten und ignorieren das gelbe Schild, auf dem der Hinweis „Befahren und Begehen verboten“ steht.

Aus Haftungsgründen ist es nach Hergen Hadelers Angaben nicht möglich, die Behelfsbrücke als Geh- und Radweg freizugeben. Auch nicht mit der Einschränkung „Auf eigene Gefahr“. Das komme allein deshalb nicht in Frage, weil sich die Brücke im Eigentum der Bahn befinde und sie nicht als öffentliche Verkehrsfläche gewidmet sei.

Die 14 Betonpfeiler für die neue Brückenkonstruktion, die mit 14,60 Metern gut sechs Meter breiter ausfällt als ihre altersschwache Vorgängerin, sind mittlerweile gesetzt. Somit konnte der zweite Bauabschnitt jetzt termingerecht beginnen.

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Sobald die 1908 errichtete und später zweimal erweiterte Brücke verschwunden ist, erfolgen der Erdaushub und die Herstellung der Widerlager. Der bisherige Zeitplan sieht vor, dass der Verkehr auf der vierspurigen Stadtautobahn ab Mitte Dezember wieder fließen kann. Das wäre dann eine Bauzeit von acht Monaten. Aber bei einem optimalen Verlauf reichen vielleicht auch sieben Monate. Der rund 2 Millionen Euro kostende Neubau ist erforderlich, weil die Standsicherheit der alten Brücke gefährdet war und eine Sanierung nicht mehr in Betracht kam.

In seiner Zwischenbilanz zum Abschluss der Phase eins hebt Robert Folgmann die reibungslose Zusammenarbeit mit den Firmen und Behörden, aber auch mit den Anliegern hervor. Zudem merkt er positiv an, dass die Verkehrsumleitung trotz der Umwege gut angenommen werde. Diese Einschätzung kann Hergen Hadeler von der Verkehrsbehörde der Stadt Nordenham nur bestätigen: „Wir haben deutlich weniger Probleme als befürchtet“, sagt er. Auch die Sorge, dass es zu einer Überlastung der Blexersander Straße kommen könne, habe sich als unbegründet erwiesen.

Nachbesserungen

Einige Nachbesserungen in der Verkehrsführung seien zwar nötig gewesen, doch im Großen und Ganzen habe sich das mühsame ausgetüftelte Konzept bewährt. Dieser Erfolg sei in erster Linie dem „tollen Miteinander aller Beteiligten“ zu verdanken. Wenn eine unerwartete Schwierigkeit auftauche, werde gemeinsam eine Lösung gesucht – und meistens auch gefunden. Dazu ein aktuelles Beispiel: Am Montag hat sich Hergen Hadeler mit dem Leiter der Verkehrsbetriebe Wesermarsch, Andreas Jung, darauf verständigt, an der Atenser Allee die Bushaltestelle in Höhe der Altensieler Straße umzusetzen. Um den Verkehrsfluss zu erleichtern, wird sie ein Stück weiter südlich aufgestellt.

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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