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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

„Wichtige Errungenschaft für unsere Gesellschaft“

08.09.2018

Friedrich-August-Hütte Paletten, Möbel, Autozubehör, saubere Wäsche, leckeres Essen und vieles mehr: In den Werkstätten des CVJM-Sozialwerks Wesermarsch entstehen jeden Tag zahlreiche Produkte und Dienstleistungen für private und gewerbliche Kunden aus der Region. Davon haben sich Oberkirchenrat Thomas Adomeit und Diakonie-Vorstand Thomas Feld bei einem Ortstermin einen Eindruck verschafft.

Qualifizierung und Arbeit

„Hier finden Menschen mit Beeinträchtigungen Qualifizierung und Arbeit in Berufsfeldern, die ihren individuellen Neigungen und Kompetenzen entsprechen“, berichtete Sozialwerk-Geschäftsführer Holger Knoop den Gästen. Ihr Aufenthalt in der Nordenhamer Einrichtung ist Teil einer Besuchsreihe in Wirkungsstätten der Diakonie gewesen. „Ich will hören, welche Themen die Menschen in den diakonischen Einrichtungen beschäftigen“, sagte Thomas Adomeit, der Vertreter im Bischofsamt der oldenburgischen Kirche.

„Eine besondere Herausforderung ist der positive und anspruchsvolle Paradigmenwechsel in der Eingliederungshilfe, der durch das neue Bundesteilhabegesetz ausgelöst wurde“, machte Holger Knoop deutlich. Das CVJM-Sozialwerk Wesermarsch habe diese Herausforderung angenommen und setze noch stärker auf Qualifizierung und Befähigung der Menschen mit Behinderung. Dabei werde zukünftig auch die fortschreitende Digitalisierung von Arbeitsprozessen eine wichtige Rolle spielen.

„Wir werden durch die Potenziale der Digitalisierung die Arbeitsumgebung noch gezielter an die Fähigkeiten der einzelnen Mitarbeitenden anpassen“, sagte Jan Geerts, Fachbereichsleiter für Bildung und Arbeit. Er sieht aber auch die Risiken: Es müsse darauf geachtet werden, dass die Arbeit abwechslungsreich sei und die Beschäftigten kontinuierlich in Lernprozesse eingebunden blieben, um Stagnationen oder Rückschritte zu verhindern.

„Wir stellen die Teilhabe am Arbeitsleben sicher, egal wie hoch der Unterstützungsbedarf ist“, betonte Holger Knoop. Dazu seien die Übergänge vom Tagwerk (ehemals Tagesförderstätte) für Menschen mit hohen Unterstützungsbedarf und den produzierenden Werkstätten möglichst einfach gehalten. Gleichzeitig habe das CVJM-Sozialwerk Wesermarsch die Zahl der betriebsintegrierten Arbeitsplätze stark ausgebaut. Die tägliche Arbeit finde dann nicht mehr in den Werkstattstandorten in Nordenham und Elsfleth statt, sondern in Industrie- und Einzelhandelsunternehmen, Handwerksbetrieben, sozialen Einrichtungen oder auf Bauernhöfen in der Umgebung. „Dabei sind wir als Wegbereiter und Berater tätig, um den Mensch und den geeigneten Betrieb zusammenzubringen und beide Partner dauerhaft zu begleiten“, sagte Holger Knoop.

30 Standorte

Neben den Werkstätten und dem Tagwerk bietet das Sozialwerk auch Wohngemeinschaften und ambulante Assistenz für Menschen mit Behinderungen an. Außerdem gehören zu den 30 Standorten im Landkreis Wesermarsch unter anderem auch Kindertagesstätten, Förderschulen und Jugendtreffs.

„Die Werkstätten sind eine wichtige Errungenschaft für unsere Gesellschaft“, hob Diakonie-Vorstand Thomas Feld hervor.


  www.sozialwerk-wesermarsch.de 

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