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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Tage der Großsporthalle FAH sind gezählt

22.02.2019

Friedrich-August-Hütte Eine akute Einsturzgefahr besteht zwar nicht. Aber das Risiko, dass die altersschwache und rissige Dachkonstruktion der Sporthalle in Friedrich-August-Hütte in die Knie gehen könnte, ist nach Einschätzung eines Statik-Experten durchaus gegeben. Daher hat die Stadt Nordenham die Notbremse gezogen und das Gebäude vorsorglich gesperrt. Das ist die schlechte Nachricht für die Sportvereine und auch für die Grundschule FAH, die für ihren Sportunterricht eine Turnhalle benötigt. Doch es gibt auch eine gute Nachricht: Die Stadt Nordenham will als Ersatz für die 1969 in Betrieb genommene Sporthalle einen Neubau an Ort und Stelle errichten. Einziger Wermutstropfen: Sie wird deutlich kleiner als das jetzige Exemplar.

Thema seit 2014

Die Idee, in Friedrich-August-Hütte eine neue Turnhalle zu bauen, war schon 2014 im Rathaus aufgekommen. Auch damals waren die Schäden an den hölzernen Dachträgern die Auslöser der Überlegungen. Allerdings musste die Stadt das Projekt auf Eis legen, weil sie sich die Finanzierung nicht leisten konnte. Durch jährliche Kontrollen durch einen Gutachter wurde gewährleistet, dass die Schäden unter Beobachtung bleiben und gegebenenfalls eingegriffen werden kann.

Nach Ovelgönner Vorbild

Die geplante Kleinturnhalle in Friedrich-August-Hütte ähnelt der Sporthalle in Ovelgönne. Die Fläche beträgt 15 mal 30,6 Meter. Die Decke hat eine Höhe von 7 Metern.

Vier Umkleidekabinen mit Duschen und Sanitäranlagen sind vorgesehen. Hinzu kommen zwei Geräteräume, eine gesonderte Lehrerkabine sowie Räume für Technik und Reinigungsutensilien.

Die Halle lässt sich in der Mitte teilen, so dass zwei Klassen oder Gruppen gleichzeitig dort Sport treiben können.

Für Handballpunktspiele ist die künftige Halle zu klein. Die jetzige Großsporthalle hat Ausmaße von 21 mal 43 Metern.

Nach Angaben des Sportamtsleiters Jens Freese hat ein Sachverständiger im vergangenen Herbst festgestellt, dass die Ausmaße der Risse im Dachgebälk deutlich zugenommen haben. Vor diesem Hintergrund gab der Statiker der Stadt den Rat, in der Halle aus Sicherheitsgründen keinen Sportbetrieb mehr zuzulassen. Die Sperrung gilt bereits seit November. Seitdem müssen die Grundschule FAH und die betroffenen Sportvereine auf andere Hallen im Stadtgebiet ausweisen.

Inzwischen hat die Stadtverwaltung verschiedene Varianten für die weitere Vorgehensweise ausgearbeitet. Ihr Favorit ist ein Neubau, der nicht zuletzt aus wirtschaftlichen Gründen als erste Wahl gilt.

In einer Bauausschusssitzung am Mittwochabend hat Baudezernentin Ellen Köncke den Vorschlag der Verwaltung präsentiert. Nach ihren Angaben belaufen sich die Kosten für die geplante Kleinturnhalle auf 2,385 Millionen Euro. Dazu kommen etwa 75 000 Euro für die Schülerbeförderung zu anderen Sporthallen in der Bauphase. Ellen Köncke geht davon aus, dass der Abriss des alten Gebäudes und die Errichtung der neuen Halle etwa 18 Monate in Anspruch nehmen.

Eine Grundsanierung der baufälligen Halle, die darüber hinaus erhebliche Schäden am Klinkerwerk aufweist und eine neue Heizungsanlage benötigt, wäre mit 2,105 Millionen Euro zwar günstiger zu haben. Aber laut Ellen Köncke würde sich das langfristig nicht rechnen. Bei einer Kalkulation über 25 Jahre käme bei der Sanierung ein Betrag von 5,34 Millionen Euro zusammen, während die Neubauvariante in dieser Betrachtung mit 4,147 Millionen Euro zu Buche schlägt.

Anstelle einer Schülerbeförderung mit Bussen zu Ausweichsporthallen wäre es denkbar, die alte Halle für die Übungszeit bis zur Fertigstellung des Neubaus mit einer Notsanierung betriebsbereit zu halten. Doch das wäre mit erheblichen Ausgaben verbunden, die sich auf etwa 290 000 Euro belaufen. Daher rät die Verwaltung davon ab. Auch die Möglichkeit, vorübergehend ein Zelt für den Sportunterricht aufzustellen, hat laut Baudezernentin Ellen Köncke viele Nachteile.

Bauausschuss stimmt zu

Der Empfehlung der Verwaltung für Abriss und Neubau schloss sich der Bauausschuss mit einem einstimmigen Beschluss an. Die Verwaltung bekam den Auftrag, die Planung voranzutreiben und mit der Kommunalaufsicht des Landkreises Wesermarsch über eventuelle Vorgaben für die Finanzierung zu sprechen. Ziel ist, die Mittel in einem Nachtragshaushalt bereitzustellen und noch in diesem Jahr den Startschuss zu geben.

Wenn es gut läuft, bekommt die Stadt für das Vorhaben einen Zuschuss von bis zu 450 000 Euro aus einem Förderprogramm des Landes Niedersachsen.

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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