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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Jugendhilfe braucht immer Unterstützung

14.11.2017

Friedrich-August-Hütte „Wir glauben an die Jugendlichen, sonst würden wir das ja nicht machen.“ So fasst Christian Quast die Motivation für seinen Beruf zusammen. Er ist Standortleiter der Jugendhilfe in Nordenham.

Spenden dringend nötig

Die Regionalstiftung der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) in der Wesermarsch hat dem Verein 1250 Euro übergeben. Damit bedenkt die LzO die Jugendhilfe Wesermarsch zum zweiten Mal mit einer Spende.

Um überhaupt durch das Jahr zu kommen, ist der Verein laut Christian Quast auf Spenden angewiesen. Die Jugendhilfe wird vom Gericht beauftragt, erzieherisch auf straffällig gewordene Jugendliche einzuwirken. Zuständig für jugendliche Straftäter ist zunächst die Jugendgerichtshilfe. Vor dem Gerichtsverfahren stellt sie eine mögliche Prognose und spricht dann eine Empfehlung für das weitere Vorgehen aus. Der Richter trifft die Entscheidung über das Urteil. Hierbei handelt es sich um eine Weisung des Gerichts, der die Jugendlichen Folge leisten müssen. Tun sie dies nicht, missachten sie eine gerichtliche Auflage und riskieren Freizeitarrest.

Das Jugendstrafrecht sieht aber zuallererst vor, dass sie ohne Arrest ihren Weg in die Gesellschaft (zurück-)finden. Dafür ist die Jugendhilfe zuständig.

Die Jugendhilfe ist nicht nur ein Ort, an dem die Jugendlichen ihre Sozialstunden ableisten. Sie bietet auch verkehrspädagogische Seminare an und ist ein neutraler Vermittler bei Täter-Opfer-Ausgleichen. So mancher Klient ist obdachlos und hat keinerlei Unterstützung in seinem Umfeld. Hier helfen die Mitarbeiter bei der Suche nach einer Wohnung, kümmern sich mit um die Grundausstattung und begleiten bei Behördengängen. So eine Einzelbetreuung wird vom Gericht vorgegeben und ist in der Regel auf mindestens drei Monate angelegt.

Möbel und Metall

Die Jugendhilfe in Nordenham betreibt eine Metall- und Holzwerkstatt. Die Mitarbeiter der Jugendhilfe bemühen sich, die Möglichkeiten für ihre Schützlinge so interessant wie möglich zu gestalten. Viele von ihnen haben nie gelernt, an etwas dranzubleiben. Wenn die Jugendlichen dann zum Beispiel eine Ausbildung beginnen und diese dann auch zu Ende bringen, ist schon der größte Schritt getan.

Der Weg dahin beginnt für viele in den Räumen und Werkstätten der Jugendhilfe. Hier fertigen die Jugendlichen zum Beispiel Möbel an, auch nach individuellen Vorstellungen und Wünschen und lernen, sich nicht aufzugeben.

Die Jugendhilfe Wesermarsch teilt sich in zwei Bezirke auf. Michael Frey ist der Standortleiter in Brake, der Vorsitzende für die gesamte Wesermarsch ist Jost Richter.

Die Jugendhilfe in Nordenham betreut rund 20 Jugendliche, die in Brake ebenfalls. Ihre Gelder bekommen sie zu zwei Dritteln vom Landkreis Wesermarsch und zu einem Drittel vom Land Niedersachsen. Auch Geldauflagen von Gerichtsverhandlungen fließen mit ein und natürlich Spenden. Viele Leute wollen projektbezogen spenden. „Wir brauchen aber auch immer Geld für laufende Kosten“, sagt Christian Quast, „zum Beispiel für Material für die Werkstatt oder auch einfach zum Tanken.“


     www.jugendhilfe-wesermarsch.de 

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Jugendhilfe Wesermarsch | LzO