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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Schiffbau: Früh von eigener Werft geträumt

30.11.2016

Lemwerder Zu den wenigen deutschen Werften, die sich gegenüber der weltweiten Konkurrenz im Schiffbau bis jetzt behaupten konnte, gehört die „Friedrich Lürssen Werft GmbH & Co. KG“ mit einem Standort in Lemwerder.

Die Produktions-Schwerpunkte sind heute militärische Schnellboote und zivile Großyachten, bei denen die Firma Weltmarktführer ist. Als Namenspatron der Werft ist Friedrich Lürssen überliefert, dessen Nachkommen das Unternehmen jetzt in der vierten Generation im Familienbesitz führen. Damit erreicht der Werftgründer auch über seinen Tod vor 100 Jahren hinaus eine große Nachwirkung.

Friedrich Lürssen wurde am 1. März 1851 in Lemwerder geboren. Seine Vorfahren und sein Vater verdienten ihr Geld als Bauern, Schiffer und zuletzt auch Bootsbauer. Damals dominierte die Segelschifffahrt mit Holzschiffen. Der Vater baute Jollen. Der Sohn half und erlangte dabei erste Fertigkeiten. Nach einer bescheidenen heimischen Schulunterrichtung und den Lehrjahren als Bootsbauer in der Obhut des Vaters absolvierte Lürssen eine zweijährige Dienstzeit als Pionier beim Militär in Minden.

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Der junge Mann träumte früh von einer eigenen Werft und tat alles, um für diese Laufbahn auf die Erfolgsspur zu kommen. Eine große Hilfe war ihm die Bekanntschaft mit Egbert Hagen aus Aumund. Lürssen verliebte sich in dessen Stieftochter Anna Louise, heiratete sie und konnte sich mit Unterstützung des Schwiegervaters eine kleine Bootswerft in Aumund einrichten.

Er stellte zunächst Arbeitsboote und Rettungsboote her, sorgte für Verbesserungen beim Bootsbau und erweiterte bald sein Angebot. Als er auf der Nordwestdeutschen Gewerbe- und Industrie-Ausstellung 1890 seine Bootspalette präsentierte, erntete Lürssen Auszeichnungen und Aufträge. Das war der Durchbruch.

Dazu kam die Bekanntschaft mit Gottlieb Daimler, dessen Motoren völlig neue Perspektiven auch für den Bootsbau eröffneten. Lürssen erkannte das Potenzial und machte sich die Motorenentwicklung zunutze. Mit Erfolg. Sein erstes betriebssicheres Passagier-Motorschiff mit einem Daimler-Motor gilt bis heute als ein „Markstein im Motorschiffbau“.

Nach dem Gewinn einer Rennboot-Meisterschaft in Monaco 1911 hatte Lürssen auch internationale Kunden. Seine Rennboote, Passagierschiffe und Nutzfahrzeuge für den Schiffsverkehr gingen bis nach Nord- und Südamerika.

Mit den Erfahrungen aus den zivilen Rennbooten entwickelte er bald Großyachten und noch vor 1914 zusätzlich Schiffe für die Marine.

Lürssen, der seinen Sohn Otto schon ab 1912 in die Werft-Leitung einbezogen hatte, zog sich auf dem Höhepunkt seiner Ära aus der Werft-Führung zurück und starb am 30. November 1916 in Bremen. In Vegesack erinnert heute eine Straße an Friedrich Lürssen.

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