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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Fünflinge in Diekmannshausen

14.06.2017

Jade /Ovelgönne Nach dem erfolgreichen Storchenjahr 2016 kann sich Addo Diekmann erneut über Storchennachwuchs freuen. Und in diesem Jahr sind in Diekmannshausen fünf Jungstörche geschlüpft – und das ist wirklich eine Seltenheit.

Im Vorjahr hatte sich in Diekmannshausen erstmals ein Bruterfolg mit vier Jungstörchen eingestellt. Rückblick: Addo Diekmann hatte vor 21 Jahren eine viereinhalb Hektar große Fläche am Ortsrand mit sechs Teichen als Biotop angelegt. Vor 16 Jahren wurde am Teich ein zehn Meter hoher Gittermast aufgestellt und darauf unter fachkundiger Hilfe von Udo Hilfers, Leiter der Storchenpflegestation Wesermarsch, ein Nest platziert. Die Lage schien den Störchen zunächst aber nicht zu gefallen. Erst im Vorjahr änderte sich die Situation.

Und das freut den Naturliebhaber Addo Diekmann ganz besonders. „In diesem Jahr war das Männchen schon Anfang Februar vor Ort.“ Der Storch war vor fünf Jahren im Nest von Ovelgönnes Storchenvater Rudi Federmann in Ovelgönne geschlüpft und ist damit ein Sohn des Storchenpaares Benno und Olga, die seit dem Jahr 2011 jedes Jahr für Storchennachwuchs im Burgdorf Ovelgönne sorgen.

Udo Hilfers konnte das Storchenmännchen anhand des Ringes zweifelsfrei identifizieren. Zehn Tage nach dem Männchen traf das Weibchen in Diekmannshausen ein, das allerdings nicht beringt ist. „Die beiden haben noch am selben Tag Hochzeit gefeiert“, sagt Addo Diekmann. Ende März sei mit der Brut begonnen worden. Und Diekmann hat genau aufgepasst: „Vom 1. bis zum 6. Mai sind die fünf Jungstörche geschlüpft.“ Im nordwestlichen Zipfel der Wesermarsch ist es somit das 2. Mal, dass hier Störche brüten. Das habe es in all den Jahren zuvor nicht gegeben, betonen auch die älteren Bewohner.

Die Nahrungssuche für den Nachwuchs gestalte sich gar nicht so einfach, betont Diekmann. Nach dem Grünschnitt werde häufig sehr schnell Gülle ausgebracht. Und deshalb füttert Diekmann zu, damit auch alle Tiere durchkommen. Die Jungtiere haben sich unterdessen prächtig entwickelt. Eines der Elterntiere hält ständig Wache auf dem Horst. Der Partner ist dann auf Nahrungssuche – und das den ganzen Tag lang. „Die Störche sind von morgens um 4 Uhr bis abends um 22 Uhr unterwegs“, sagt Diekmann und schmunzelt.

In Jade gibt es derzeit Bruterfolge in Jaderlangstraße, Südbollenhagen, Nordbollenhagen und Nordmentzhausen.

Im Burgdorf Ovelgönne ziehen die beiden Paare am Museum jeweils einen Jungstroch auf. Auf dem Schneiderhof in Oldenbrok hat das Storchenteam zwei Jungstörche ausgemacht. Nachwuchs gibt es laut Udo Hilfers auch im zweiten Oldenbroker Nest und in Popkenhöge. „Insgesamt sind in der Wesermarsch mehr als 130 Paare unterwegs“, sagt Udo Hilfers, der nun mit dem Beringen der Jungtiere beginnt.


     www.nwzonline.de/fotos-wesermarsch 
Hans-Carl Bokelmann
Jade/Ovelgönne
Redaktion Brake
Tel:
04401 9988 2304

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