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Abenteuer: Ganz entspannt zwischen den Extremen

07.01.2012

BUTJADINGEN Noch einmal raus aus der Mühle des Arbeitslebens, bevor es zu spät ist. Raus aus der Routine und rein in ein Abenteuer, das seinesgleichen sucht. Diese Gedanken beherrschten Eike Reesing, als er bei NKT in Nordenham seine Ausbildung zum Industriekaufmann absolvierte. Als er damit fertig war war, packte er seinen Rucksack und flog ans andere Ende der Welt: 8 Monate Australien, work and travel, wenig arbeiten und viel reisen.

Jetzt ist er zurück und kann eine Geschichte nach der anderen erzählen. Und wenn er seine 9000 Foto- und Videodateien sichtet, fallen ihm immer neue Geschichten ein. Australien war das größte Abenteuer im bisherigen Leben des 21-Jährigen.

Reisekasse wieder voll

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24 Stunden dauerte der Flug von Frankfurt nach Melbourne. Als er ankam, regnete es. Dieses Wetter hielt sich anderthalb Monate lang. Doch zwischen den Schauern war es trocken, und so fand Eike Reesing einen Job als Gärtner. Work and travel, also arbeiten und reisen, ist ein Angebot, das Rucksack-Touristen in Australien gerne nutzen. Sie arbeiten ein paar Wochen für 11 bis 15 australische Dollar die Stunde, und dann geht es weiter, weil die Reisekasse wieder voll ist.

Für Eike Reesing ging‘s nach sechs Wochen alleine weiter, seine Begleiterin flog wieder nach Hause. Das nächste Ziel war Neuseeland, wo sein Bruder Jann mit Freundin Urlaub machte. Eike Reesing lernte die Südinsel kennen und spürte zum ersten Mal in seinem Leben ein Erdbeben.

Sein nächstes Ziel war die Millionenmetropole Sydney. Hier verteilte er einige Wochen lang Werbeflugblätter – „für einen Hungerlohn“, wie er heute noch schimpft. 6 Dollar pro Stunde gab es – ziemlich wenig für einen, der gerne mal ein Flugzeug nimmt. Allein war er nicht, er hatte vier Deutsche kennengelernt, die ebenfalls mit dem Rucksack unterwegs waren.

Weihnachten in Sydney war mit nichts zu vergleichen, was Eike Reesing kannte. Gefeiert wurde am Morgen des 25. Dezember – bei Sonnenschein am Strand. Der Weihnachtsmann stand auf einem Surfbrett, Menschen in Badehosen sangen Weihnachtslieder, und Grills machten die Luft noch heißer.

Silvester war der Butjenter immer noch in Sydney – wo sonst? Schließlich wird hier das teuerste Feuerwerk der Welt abgebrannt, und Zigtausende wollen es sehen. Deshalb standen der Butjenter und seine Freunde schon morgens um 7 auf, und tatsächlich bekamen sie einen Platz in der ersten Reihe. Flugshows und Gespräche verkürzten die Wartezeit, ehe das Feuerwerk über dem Opernhaus und der großen Hafenbrücke gezündet wurde.

Nach Sydney ging‘s in die einsamste Großstadt der Welt: Perth, die Hauptstadt Westaustraliens. Fast zwei Millionen Menschen leben hier, umgeben von Millionen Quadratkilometern Wüste und Ozean. Eike Reesing, seine beiden Begleiterinnen aus Kassel und eine weitere Frau aus Göttingen kauften sich einen Ford Falcon und fuhren los – 5000 Kilometer in drei Wochen. In der Pinnacle-Wüste sahen sie vier Meter hohe Kalksteine, im Touristen-Ort Monkey Mia – „Das ist kleiner als Syuggewarden, aber viel schöner“ – planschten sie neben Delfinen, sie schnorchelten neben – harmlosen – Riffhaien und sahen am Strand der Perlenstadt Broome die Braunschlange, eine der giftigsten Nattern. Hier verkauften sie das Auto.

Wombats in Tasmanien

Eike Reesing reiste weiter nach Brisbane, schwitzte bei 40 Grad in Darwin komplett durch, bestaunte den Ayers Rock und flog vom 35 Grad heißen Alice Springs ins 5 Grad kühle Tasmanien, wo er Wombats und Kängurus sah. Weil er als Auszubildender zu Hause am Schüttingsweg in Syuggewarden gewohnt hatte, reichte das Geld.

Jetzt strebt er in Bremerhaven sein Fachabitur an, um studieren zu können.

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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