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„gezeiten“: Geduldsprobe für „Sehleute“

22.08.2015

Fedderwardersiel Ja, wo fahren sie denn? Hunderte Augenpaare sind am Freitagnachmittag im Fedderwardersieler Hafen aufs Wasser gerichtet. Ruth Schulz-Buchholz schnappt sich immer wieder das Fernglas und späht gen Bremerhaven. Von dort müssten sie kommen. Aber da kommt nichts. Muss das erste Fedderwardersieler Plattbodenschiffe-Treffen etwa ohne Plattbodenschiffe über die Bühne gehen?

Die Vorsitzende des Bürgervereins Fedderwardersiel hat keine Idee, was da schief gelaufen sein könnte. Auch die DLRG ist ratlos. Niemand hat Kontakt zu den Crews der Schiffe, deren Einlaufen für 15.30 Uhr angekündigt war. Ein Stunde später ist noch immer nichts zu sehen von den Traditionsseglern. Lediglich die „Seebär“ läuft in den Hafen ein – ein Plattbodenschiff zwar, aber keines, das zumindest für Einheimischen einen allzu exotischer Anblick böte; denn die „Seebär“ gehört zum Butjadinger Yachtclub.

Die Uhr zeigt 16.45 Uhr, als endlich das erste „fremde“ Plattbodenschiff auftaucht – die „Nije Beginn“, Heimathafen Wangerland. Ruth Schulz-Buchholz atmet auf: wenigsten ein Schiff. Doch dann geht es weiter, das große Warten. Manche Sehleute haben bereits den Heimweg angetreten, andere begnügen sich damit, den in der Ferne Bremerhaven ansteuernden Containerschiffen hinterzusehen.

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Ein Auftakt nach Maß war das nicht gerade für das Plattbodenschiffe-Treffen – schade für den Bürgerverein Fedderwardersiel, der sich bei der Organisation dieses Beitrags zu den am Freitagabend offiziell eröffneten Kunst- und Kulturwochen „Gezeiten“ viel Mühe gegeben hatte.

Das Programm an diesem Sonnabend soll gleichwohl wie geplant über die Bühne gehen. Um 11 Uhr beginnt eine Führung durchs Nationalpark-Haus mit Fischersfrau Amalie. Von 10 bis 11 Uhr können sich Interessierte im Museum in alter Handwerkskunst üben und Scrimshaws anfertigen.

Um 14 Uhr tritt der Shantychor Butjenter Blinkfüer auf. Um 15 Uhr schließt sich eine maritime Lesung mit Annegret Martens an. Ab 16 Uhr können Besucher seemännisches Handwerk ausprobieren – an einer Reeperbahn, beim Netzflicken, beim Reusenflechten und beim Knotenschlagen.

Die Plattbodenschiffe werden auch am morgigen Sonntag zu sehen sein, ehe sie sich gegen 17 Uhr wieder aus Fedderwardersiel verabschieden.

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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