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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Bürgerversammlung: Gegendwind für 200 Meter hohe Rotoren

12.09.2012

Seefeld Kaum ein Seefelder will auf rund 200 Meter hohe Windräder blicken. Deshalb bekamen die Vertreter der ibE-Betriebsgesellschaft aus Oldenburg, die den Windpark Hobendiek aufrüsten will, jetzt in einer Bürgerversammlung im Gasthaus Seefelder Schaart Gegenwind.

3 neue Windräder

Die Betriebsgesellschaft will die 8 alten Windräder, die etwa 60 Meter hoch sind, abreißen und 3 neue Multi-Megawatt-Anlagen bauen. Der technische Geschäftsführer Uwe Herzig musste viele oft unbequeme Fragen zu Umweltverträglichkeit, Schattenwurfrichtlinien, Schallbelastung, Ortsbildprägung, technischen Voraussetzungen, Abständen zu Gebäuden, Wertverlusten bei Immobilien, Gewerbesteueraufkommen und anderen Themen beantworten. Einige seiner Antworten klangen eher ausweichend und förderten den Unmut der knapp 60 Zuhörer. Einer verließ schließlich den Saal.

Die erste Bürgerinformation zum Thema Aufrüstung im Windpark Hobendiek fand statt, weil die Kommanditisten der bestehenden Betreibergesellschaft beschlossenen hatten, die 8 alten Anlagen abzubauen und den Park mit neuen, wesentlich größeren Windkraftanlagen auf deutlich größerer Fläche umzustrukturieren.

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Wie Dietrich Heck, Geschäftsführer der Bremer Investitions- und Betreibergesellschaft Tandem mitteilte, läuft die EEG-Vergütung für die Anlagen in 2014 aus, wenn die Wind räder 20 Jahre in Betrieb gewesen sein werden. Das Alter der Anlagen habe zu dem Neubau-Beschluss geführt, da sonst der produzierte Strom auf dem freien Markt zu schlechteren Konditionen verkauft werden müsse.

Der Entwurf, den die ibE vorstelle, sei flexibel, andere Lösungen seien durchaus denkbar, meinte Heck. „Die Welt verändert sich, einige haben Pech bei solchen Projekten“, sagte er in Bezug auf die protestierenden Anwohner und einer zu erwartenden stärkeren Belastungen durch Schall und Schattenwurf an der Bäder- und Deichstraße.

Auf die alten Flächen komme nur die nördliche der 3 neuen Anlagen, die von der jetzigen Betreibergesellschaft unterhalten werde. Die restlichen 2 Großanlagen könnten in eine Bürgergenossenschaft überführt werden, von der die Anwohner profitieren könnten, betonte Uwe Herzig. Er machte massiv Werbung für sein Vorhaben und sprach von hohen Renditen, aber auch von auswärtigen Investoren auf der Warteliste.

Deutlich mehr Ertrag

Der Einstieg in die MultiMegawatt-Klasse mit 2 bis 3,5 Megawatt Leistung pro Anlage, einer Nabenhöhe von mehr als 100 Metern und einem Rotordurchmesser von gut 100 Metern war für ihn ein positives Rechenspiel mit einer Ertragssteigerung von bis zu 500 Prozent, bei dem alle Beteiligten nur gewinnen könnten.

„Die technischen Gewerke werden beim Neubau vorrangig in der Region vergeben“, machte der Geschäftsführer den Zuhörern sein Projekt schmackhaft. Und auch die Gesellschafterbeteiligungen würden vorrangig in Seefeld und Umgebung behandelt. Er sprach auch von einem deutlich höheren Gewerbesteueraufkommen für die Gemeinde Stadland. Dem konnte Bürgermeister Boris Schierhold jedoch nicht zustimmen.

Schierhold sprach von einem sensiblen Thema, bei dem unbedingt auch die menschliche Seite betrachtet werden müsse. Die Fragen hätten durchaus ihre Berechtigung. „Wir sind unbedingt auf ein Stimmungsbild der Bürger angewiesen, um im Rat die richtige Entscheidung treffen zu können“, sagte der Bürgermeister und bemängelte, dass beim Bau der alten Anlage die Gemeinde einfach übergangen worden sei.

Um möglichst viel Gewinn für die Gemeindekasse zu erzielen, forderte CDU-Fraktionschef Günter Busch die Verlegung des Sitzes der Betreibergesellschaft von Bremen nach Stadland. Nur dann flössen auch 100 Prozent der Steuern in die Gemeinde.

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