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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Geld für dringende Investitionen gesucht

27.02.2016

Friedrich-August-Hütte Um wirtschaftlicher produzieren zu können, benötigt der Recylex-Konzern dringend Geld für Investitionen auch in seiner Nordenhamer Bleihütte Weser-Metall. „Sollte bis Ende des ersten Quartals 2016 kein Finanzierungsangebot vorliegen, könnte die Unternehmensfortführung der deutschen Tochtergesellschaften der Gruppe in Frage gestellt werden“, heißt es in einer Mitteilung der Pariser Konzernzentrale. Die lässt einige Fragen offen.

Die Verlautbarung der Recylex-Groupe – Europas drittgrößter Bleihersteller produziert mit über 600 Mitarbeitern in elf Industrieniederlassungen in Frankreich, Belgien und Deutschland – wollten weder Dr. Andreas Sieverdingbeck, Geschäftsführer der fünf deutschen Produktionsstätten, noch Cebrail Demir, Betriebsratsvorsitzender bei Weser-Metall, auf Nachfrage der NWZ  kommentieren. Derzeit finden Gespräche hinsichtlich einer globalen Finanzierungslösung auch für eine neue Anlage im Geschäftsbereich Blei statt.

Größter Bleiproduzent der Recylex-Gruppe, bei der das Bleigeschäft im vergangenen Jahr 73 Prozent des Konzernumsatzes ausmachte, ist die Weser-Metall GmbH. Dort wurden in 2015 rund 125 500 Tonnen Blei produziert. Das ist gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang um fast 10 Prozent. Grund dafür ist ein mehrwöchiger Wartungsstillstand, den es 2014 nicht gegeben hatte.

Produktionsausfall

Damit trug die Nordenhamer Bleihütte zur Minderung des Konzernumsatzes im Bleigeschäft um 10 Prozent auf 281,8 Millionen Euro bei. Der Produktionsausfall konnte nicht durch einen Anstieg des Bleipreises um 2 Prozent kompensiert werden. Insgesamt registrierte die Recylex-Gruppe auf ihrem Sanierungsweg für 2015 einen Jahresumsatz von 385,4 Millionen Euro und damit eine Umsatzeinbuße von 9 Prozent.

Um trotz stark schwankender Rohstoffpreise wirtschaftlicher produzieren zu können, sind bei Weser-Metall seit Jahren eine Modernisierung der Anlagen und auch eine Erhöhung der Bleiproduktion von 140 000 auf 240 000 Tonnen im Jahr im Gespräch. Dazu sind aber erheblichen Investitionen erforderlich, für die bislang das Geld nicht erwirtschaftet werden konnte.

Auf Zahlungen verzichtet

Um die Kosten einzudämmen, wollte das Unternehmen auch beim Personal sparen. Mit dem Abschluss eines Ergänzungstarifvertrages im Dezember vergangenen Jahres wurde ein Personalabbau verhindert und eine Beschäftigungsgarantie bis Ende 2020 ausgesprochen. Nach 18 Monaten Verhandlungen hatten sich Weser-Metall-Geschäftsführung, Betriebsrat und die IG Metall darüber hinaus auf eine Sicherung aller bestehenden Sozialstandards bis Anfang 2018 verständigt.

Als Gegenleistung erhalten die rund 300 Beschäftigten das zusätzliche Urlaubsgeld für die Jahre 2016 und 2017 und das Weihnachtsgeld für 2016 nur zur Hälfte ausgezahlt. Außerdem wird die Tarifentgelterhöhung für die nächste Tarifrunde verschoben.

Im Falle des wirtschaftlichen Erfolgs erhalten die Beschäftigten in den Jahren 2019 und 2020 aber eine Sonderzahlung.

Rolf Bultmann Nordenham / Redaktion Nordenham
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