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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Gemeinde als Vorzeigeort für E-Mobilität

29.11.2016

Butjadingen Butjadingen als Referenz-Standort für Elektromobilität zu etablieren – das ist das Ziel von Raimund Nowak, Geschäftsführer der Metropolregion Hannover, Braunschweig, Göttingen, Wolfsburg. Er war jetzt einer der Referenten bei einer Veranstaltung in der Reihe „Erfolgreich am Markt“, die 67 Zuhörer in den Rathaussaal in Burhave lockte.

Wie Raimund Nowak auf Nachfrage der NWZ  erläuterte, arbeitet die Metropolregion an einem Konzept zur Förderung der Elektromobilität speziell in touristischen Regionen. Für drei ausgewählte Standorte sollen dabei konkrete Handlungsempfehlungen formuliert und umgesetzt werden. Einer der Standorte soll die Gemeinde Butjadingen sein. Zur Umsetzung der Maßnahmen wolle sich die Metropolregion um Mittel aus einem Förderprogramm bemühen, das das Bundesverkehrsministerium aufgelegt habe, so Raimund Nowak. Aus dem Programm könnte dann auch nach Butjadingen Geld fließen.

„Motoren mit Strom statt Benzin oder Diesel anzutreiben, ist sehr sinnvoll“, zeigte sich Raimund Nowak, der auf Einladung der Wirtschaftsförderung Wesermarsch sowie der Gemeinde in Burhave referierte, vom Erfolg der Elek-tromobilität überzeugt. Weniger Lärm und bessere Luft seien ein Gewinn für die Lebensqualität.

Dieser Aspekt ist auch für Butjadingens Bürgermeisterin Ina Korter Anlass, aktiv für Elektromobilität zu werben. Bei der Begrüßung der Zuhörer verwies sie auf die Halbinsellage Butjadingens. „Wir sind von drei Seiten von Wasser umgeben und spüren den Klimawandel deutlich“, sagte die Bürgermeisterin. Den Anstieg des Meeresspiegels empfinde sie als bedrohlich. Butjadingen habe sich der E-Mobilität angenommen und bereits ein Elektrofahrzeug von der Metropolregion geleast. Zudem sind zwei Elektrofahrzeuge bei der Tourismusgesellschaft im Einsatz. Urlaubsgäste, die mit dem E-Auto anreisen, genießen Vorteile.

Durch ein umweltfreundliches Image könne man zusätzlich Gäste gewinnen, ist Raimund Nowak überzeugt. Auf der Ostseeinsel Rügen, die als zweiter Standort für das Konzept feststeht, sei bereits in diesem Jahr ein von der Metropolregion zur Verfügung gestellter E-Bus gefahren. Dieser Ansatz soll im kommenden Jahr mit einem vom Bund geförderten Pilotprojekt vertieft werden. Neben Rügen möchte Raimund Nowak nun auch Butjadingen als Referenz-Standort vorschlagen.

Gunnar Barghorn, Geschäftsführer eines Stahlbaubetriebs in Brake, bestätigte in der anschließenden Diskussion Rainer Nowak in seiner Argumentation. „Handwerker sind ideale E-Nutzer“, sagt er, „sie fahren kurze Strecken und haben lange Standzeiten“. Allerdings müsse das Netz an öffentlichen Stromtankstellen noch deutlich dichter werden.

Thorsten Wieting, Leiter der EWE-Vertriebsregion Oldenburg/Varel, berichtete, dass bei dem Unternehmen 30 neue Stromtankstellen in Planung seien. Mit 89 Ladepunkten verfüge die EWE bereits jetzt über das dichteste Netz im nordwestlichen Niedersachsen.

Rolf Jungwirt, Vorsitzender des Fördervereins Museum Fedderwardersiel, regte an, eine öffentliche Tankstelle im Fedderwardersieler Hafen zu installieren. Weniger erfolgversprechend ist indes die Idee von Jürgen Sprickerhof, der sich als Vorsitzender des Bürgerbus-Vereins Butjadingen nach der Möglichkeit erkundigte, die beiden Busse auf elektrischen Betrieb umzurüsten. Es gebe derzeit keine für den Verein passenden Fahrzeugen zu akzeptablen Preisen, so Raimund Nowak.

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