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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Senioren-Wg: Gemeinsam gegen Einsamkeit

11.10.2013

Nordenham Timmy ist immer dabei. Wenn Ernst Wittbecker aus dem Fenster schaut, sich ein Mittagsschläfen gönnt oder Fernsehen guckt. Der Hund ist das große Hobby des 77-Jährigen, der seit Anfang des Jahres in einer Senioren-WG lebt. Die erste überhaupt in Nordenham. Marion Petershagen hat sie im Juni vergangenen Jahres eröffnet (die NWZ  berichtete). Im Oktober 2012 sind die ersten Mieter eingezogen.

Marion Petershagen hat das Haus an der Schillerstraße gekauft und es gemeinsam mit ihrem Mann und vielen Handwerksfirmen auf Vordermann gebracht. Es gibt vier Zimmer für Senioren, eine gemeinsame Küche, ein gemeinsames Bad und zwei Gemeinschaftsräume. Alles ist behindertengerecht ausgestattet. Die WG, lange Zeit eine Wohnform ausschließlich für junge Leute, wird in Deutschland auch bei älteren Menschen immer beliebter. Vor allem in großen Städten ist die Senioren-WG fast schon alltäglich. In Nordenham braucht dieses Modell wohl ein wenig Zeit, um sich zu etablieren, glaubt Marion Petershagen.

Ernst Wittbecker ist froh, in der WG untergekommen zu sein. Bis vor kurzem teilte er sich das Haus mit einem Ehepaar. Die Drei kamen nach einer kurzen Eingewöhnungsphase prima miteinander zurecht. Ernst Wittbecker hat die Gesellschaft genossen. Nach dem Tod seiner Frau lebte der ehemalige Kraftfahrer drei Jahre alleine in seiner Wohnung in Blexen. Bis es nicht mehr ging. Ernst Wittbecker ist dement, hat Pflegestufe zwei. In ein Pflegeheim wollte er aber auf keinen Fall. Da bot sich die Senioren-WG als Alternative an.

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Inzwischen lebt Ernst Wittbecker allein in der WG. Das Ehepaar ist nun doch in ein Pflegeheim gezogen, weil sich der gesundheitliche Zustand der Frau verschlechtert hatte. Darüber ist Ernst Wittbecker traurig. Aber Marion Petershagen, die nicht nur seine Vermieterin, sondern auch seine Betreuerin ist, ist zuversichtlich, dass der 77-Jährige bald nicht mehr allein ist. Es gibt zwei ernsthafte Interessenten, die gerne in die Wohngemeinschaft einziehen möchten.

Ernst Wittbecker kann noch vieles alleine machen, aber nicht alles. Jeden Tag kommt eine Pflegekraft für ein bis zwei Stunden. Senioren, die in einer WG leben und bei denen eine Pflegestufe festgestellt wurde, bekommen zudem 200 Euro für eine so genannte Präsenzkraft, die sie im Alltag unterstützt. Da Ernst Wittbecker aber im Augenblick allein in dem Haus lebt, ist diese Kraft weggefallen – vorläufig.

Der 77-Jährige hofft, dass er bald wieder Gesellschaft hat. Marion Petershagen ist zuversichtlich, dass sich das Modell der Senioren-WG langfristig auch in Nordenham durchsetzt. Es bietet aus ihrer Sicht eine gute Alternative zum Pflegeheim.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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