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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Stadtentwicklung: Geplanter Sichtschutz reicht Blexern nicht

05.11.2016

Blexen Im Frühjahr hatte die Abholzung der Pappeln am Rande des Blexer Deichsportplatzes für Unverständnis und Unmut in der Bevölkerung gesorgt. Denn diese blickdichte Baumreihe hatte Sichtschutz in Richtung Werk von Kronos Titan und der davor geplanten Neuansiedlungen im neuen Industriepark Blexen geboten. Noch in diesem November will die Stadt für Ersatz sorgen. Wie die NWZ  auf Anfrage erfahren hat, sollen 15 junge Ahorn-Bäume, die etwa 4,5 bis 5 Meter hoch sind, gepflanzt werden. Auf einem etwa zwei Meter breiten Grünstreifen sollen Sträucher sowie hochwachsende Bodendecker hinzu kommen.

Stadt setzt auf Ahorn

Die Stadt hofft nach den Worten von Baudezernentin Ellen Köncke, dass diese Neuanpflanzungen schon im Frühjahr einen ansehnlichen grünen Puffer ergeben. In den nächsten Jahren sollen die Ahornbäume die nötige Höhe erreichen, um Deichsportplatz und ein Stück Dorf von der Industrie abzuschirmen.

„Dass neue Bäume gepflanzt werden, haben wir immer gefordert. Trotzdem macht dies noch lange nicht gut, was durch die Abholzung angerichtet wurde“, sagt Ivonne Solbrig als Pressesprecherin der Bürgerinitiative Industrie- und Gewerbepark Blexer Groden dazu auf NWZ -Anfrage.

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Ein Teil der abgeholzten Bäume stand auf der Fläche im Industriepark, welche die Firma Albers-Logistik von der Stadt gekauft hatte. Laut Kaufvertrag musste die Fläche geräumt übergeben werden.

Statt neuer Pappeln pflanzt die Stadt jetzt am Rande des in ihrem Eigentum befindlichen Deichsportplatzes Ahorn-Bäume. „Sie haben eine relativ runde, stark belaubte Krone. Sie sind wind- und wetterfest und vertragen gut die salzhaltige Luft an der Wesermündung“, sagt Baudezernentin Ellen Köncke.

Die Pressesprecherin der Bürgerinitiative, Ivonne Solbrig, kritisiert dagegen: „Für mich ist unverständlich, warum nicht wenigstens eine Baumreihe stehen geblieben ist – da hätte man sich sicher mit dem Käufer des Grundstücks einigen können. Zumal es viel Ärger und Geld gekostet hat.“ Jetzt bekommen die Blexer nach Einschätzung der Bürgerinitiative Bäume, die in 10 Jahren eine Größe von 10 Metern erreichen. Ivonne Solbrig: „Bis der alte Sicht- und auch Lärmschutz wieder erreicht ist, vergehen Jahrzehnte. Das ist nur ein schwacher Trost. Versprochen wurde uns dagegen, dass Industrie-Entwicklung und lebenswertes Wohnen in Blexen in Einklang gebracht werden sollen. Die Abholzungsaktion war genau das Gegenteil davon.“

Im Juli 2012 angekündigt

 Unabhängig davon stellen sich Beobachter die Frage: Wie steht es um den geplanten Naturpark als Puffer zwischen Industrie und Dorf? Zum Hintergrund: Im Juli 2012 hatte der damalige Bürgermeister Hans Francksen gegenüber 140 Bürgern in Blexen einen 17 Hektar großen Naturpark angekündigt. Sowohl die Kleingartenanlage als auch der Wald bei der Kirche sollten einbezogen werden. Dieser Grünstreifen sollte von den Kleingärten bis zur Firma Fechner und vom Wald bis zum Flughafen reichen.

 Später musste die Stadt ihre Pläne für den Industriepark allerdings wegen hoher Verschuldung abspecken. Ein großer Teilbereich, der an den Blexer Flughafen angrenzt, ist herausgenommen worden.

 Dennoch: Wie steht es heute um den Naturpark zur Abschirmung der verbliebenen Industrieflächen? Dazu sagte Baudezernentin Ellen Köncke auf Nachfrage der NWZ : Von einem künstlich angelegten oder gesonderten Naturpark könne keine Rede sein. Die nach dem Bauleitplanungsrecht nötigen Ausgleichsflächen habe die Stadt andernorts gekauft.

 Aus vorhandenen und neu gestalteten Flächen habe sich aber, so die Baudezernentin, ein von Osten nach Westen entlang des Dorfrandes gezogener Grüngürtel ergeben. Dazu gehörten der Wald, die Kleingärten, die jetzt startende Baumpflanzung, die fertiggestellten zwei Regenrückhaltebecken mit vielfältigem Bewuchs sowie offene Grabenbereiche. Das Kleingartengelände werde erhalten. Aufgegebene Parzellen sollten dauerhaft in Grünland umgewandelt werden.

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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