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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Gewerkschaft fordert Rückkehrrecht in Vollzeit-Job

08.03.2017

Nordenham Anlässlich des internationalen Frauentages, der an diesem Mittwoch gefeiert wird, hat die Industriegewerkschaft Metall einen Anspruch auf befristete Teilzeit und ein Rückkehrrecht in Vollzeit gefordert. „Die Ergebnisse unserer aktuellen Betriebsrätebefragung machen den Bedarf deutlich“, sagt Martin Schindler, Geschäftsführer der IG Metall Wesermarsch. Nach seinen Angaben verringern Beschäftigte in rund 70 Prozent der Betriebe im Zuständigkeitsbereich der IG Metall Wesermarsch ihre Arbeitszeit wegen Kinderbetreuung. „Hier sind flexible Regelungen notwendig, damit die Beschäftigten ihre Arbeitszeiten nach Phasen der Arbeitszeitreduzierung wieder problemlos bis zur Vollzeit aufstocken können“, fordert Martin Schindler.

Ab 9 Uhr Programm in der Jahnhalle

Zum Frauenfrühstück anlässlich des Internationalen Frauentags laden Karin Windheim-Czichon, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Nordenham, und der Arbeitskreis Weltfrauentag an diesem Mittwoch in das Kulturzentrum Jahnhalle ein.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung, die von 9 bis 12 Uhr in der Jahnhalle stattfindet, steht das Thema „Sexismus in der Werbung“. Den musikalischen Teil des Frauenfrühstücks werden Letje Malle (Klavier) und Vivien Carstens (Gesang) gestalten.

Nach Auffassung des IG-Metall-Geschäftsführers zeigen die Daten auf, dass es sich dabei „um kein Randphänomen weniger beschäftigter Mütter handelt“. Ein weiteres Hindernis für die Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Privatleben sei Wochenendarbeit. Die Befragung der IG Metall habe ergeben, dass in vier von fünf Betrieben gelegentlich am Wochenende gearbeitet werde.

Ungleich verteilt

Martin Schindler verweist auf eine aktuelle Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), nach der staatliche Instrumente wie Elterngeld und Elternzeit notwendig seien. Allerdings sei die Erwerbsarbeitszeit von Frauen und Männern auch im 21. Jahrhundert sehr ungleich verteilt. Frauen seien überwiegend in Teilzeit beschäftigt und stemmten zusätzlich den Großteil der Hausarbeit. „Auch deshalb setzen sich Betriebsrätinnen und Betriebsräte aus den Wesermarschbetrieben dafür ein, dass Teilzeit kein Nachteil für die Beschäftigten und ihre berufliche Entwicklung ist“, betont Martin Schindler.

Es gebe bereits in vielen Unternehmen Vereinbarungen, die Beschäftigten eine befristete Arbeitszeitreduzierung ermöglichen. „Damit können vor allem Frauen der Teilzeitfalle entkommen. Die Bekämpfung der Teilzeitfalle ist ein wichtiges Instrument zur Gleichstellung von Männern und Frauen“, ergänzt Petra Deters, Vorsitzende des Frauenausschusses der IG Metall Wesermarsch. Das Rückkehrrecht von Teilzeit in Vollzeit stehe im Koalitionsvertrag und müsse jetzt – ohne weitere Verzögerungen – gesetzlich umgesetzt werden.

Gegen Rechtspopulisten

Sorgen bereiten Petra Deters und Martin Schindler zunehmende Äußerungen rechtspopulistischer Politiker, die die Gleichstellung von Frauen und Männern angreifen. Diesem „rückwärtsgewandten Denken“ müsse ein klares Zeichen entgegengesetzt werden: „Eine rückschrittliche Politik, die Frauen degradiert und dem Slogan ,Frauen an den Herd‘ folgt, hat bei uns im 21. Jahrhundert keine Chance“, sagt Petra Deters.

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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