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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Glencore will Xstrata übernehmen

03.02.2012

FRIEDRICH-AUGUST-HüTTE In der Rohstoffbranche bahnt sich eine Milliardenfusion an, die sich auch auf Nordenham auswirkt. Der weltweit größte Rohstoffhändler Glencore und das Bergbauunternehmen Xstrata, das mit einem Zinkbetrieb in Friedrich-August-Hütte vertreten ist, verhandeln über einen Zusammenschluss. Das hat Xstrata am Donnerstag an seinem Stammsitz in Zug in der Schweiz bekanntgegeben. Der Betriebsrat der Zinkhütte in FAH steht den Fusionsplänen positiv gegenüber, weil er sich davon eine Stärkung des Standortes verspricht. 340 Mitarbeiter sind dort beschäftigt.

Noch ist es nach Agenturberichten allerdings völlig offen, ob es tatsächlich zu dem Zusammenschluss kommt. Es deutet allerdings vieles darauf hin, dass eine Entscheidung kurz bevor steht. Der Geschäftsführer der Xstrata Zink GmbH in Nordenham, Carl van Dyken, erwartet einen Beschluss bis Ende dieses Monats. Ansonsten hält er sich in Anbetracht der laufenden Verhandlungen mit einer Stellungnahme zurück. „Wir verfolgen das mit großem Interesse“, so Carl van Dyken, „mehr ist dazu im Moment nicht zu sagen.“

„Nicht von Nachteil“

Der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende der Nordenhamer Zinkhütte, Axel Logemann, hält die mögliche Fusion im Grundsatz für eine gute Sache. „Wenn sich zwei Starke zusammentun“, sagt er, „ist das für unseren Standort nicht von Nachteil.“ Für weitere Bewertungen sei es aber noch zu früh.

Die beiden Unternehmen sind an der Londoner Börse notiert und haben ihre Firmensitze vor allem aus steuerlichen Gründen in der Schweiz. Glencore kommt derzeit auf einen Marktwert von knapp 36 Milliarden Euro, während Xstrata an der Börse rund 39 Milliarden Euro wert ist.

Glencore hält bereits einen Anteil von 34 Prozent an Xstrata. Wenn dieser Anteil aus der Berechnung herausgenommen wird, kommen die beiden Unternehmen gemeinsam auf einen Wert von etwa 62 Milliarden Euro.

Mit dem Zusammenschluss würden zwei Gesellschaften wieder zusammengeführt, die vor einem Jahrzehnt aufgespalten worden waren. Xstrata hatte damals Minen von Glencore in Australien und Südafrika für mehr als zwei Milliarden Dollar gekauft und war dann an die Londoner Börse gegangen.

Eng miteinander verzahnt

Doch auch heute sind die beiden Unternehmen noch recht eng miteinander verzahnt. Eine Fusion könnte aus Sicht von Analysten Einsparungen von bis zu 530 Millionen Euro bringen. Ein Zusammenschluss würde die Minen-und die Handelskompetenz der zwei Gesellschaften vereinen, betonte ein Analyst: „Zwei und zwei zusammen sollte deshalb fünf ergeben.“

Zum Glencore-Konzern gehört auch die Nordenhamer Bleihütte Wesermetall, die sich in direkter Nachbarschaft zu dem Xstrata-Werk befindet. Früher waren die beiden Hüttenbetriebe unter dem Dach der Preussag vereint. Als die Preussag sich aus der Branche zurückzog, übernahm Metaleurop den Nordenhamer Hüttenbetrieb. 2002/2003 kam es in Folge der Metaleurop-Krise zu einer Aufspaltung: Xstrata übernahm die Zink- und Glencore die Bleihütte.

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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