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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Rückschnitt der behutsamen Art

14.02.2019

Großensiel Vor sieben Jahren war die Aufregung groß, als ein Rodungstrupp dem Wald zwischen Großensieler Hafen und Jugendherberge zu Leibe rückte. Nach dem radikalen Einsatz der Motorsägen glich das Gelände einem Schlachtfeld. Die verstümmelten Baumstümpfe boten ein trauriges Bild. Anlass für den Kahlschlag war die Anweisung des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) Bremerhaven, die Richtfeuerlinie am Weserufer freizuschneiden und störenden Baumwuchs zu entfernen. In unguter Erinnerung an den Ärger von damals sind Bauhofleiter Rainer Stoffers und seine Mitarbeiter diesmal ganz anders vorgegangen: behutsam und mit dem Anspruch, möglichst viel Grün zu erhalten.

Wald am Strand

Die Stadt Nordenham hat in dieser Woche erneut einen Gehölzrückschnitt auf dem bewaldeten Strandabschnitt vornehmen lassen. Die Ausgangslage ist die gleiche gewesen wie vor sieben Jahren. Viele Baumkronen waren soweit in die Höhe gewachsen, dass sie den Blick auf die Richtfeuerlinie versperrten. Diese Verbindungsachse zwischen den Richtfeuern am Weserufer ist eine wichtige Orientierungshilfe für den Schiffsverkehr. Daher legt das WSA großen Wert darauf, dass die freie Sicht nicht durch Bäume und Büsche versperrt wird.

Nach einer Vereinbarung mit dem WSA ist die Stadt Nordenham dafür zuständig, den Wildwuchs am Weserufer unter Kontrolle zu halten. Weil jetzt wieder ein Eingriff nötig war, sind Bauhofmitarbeiter am Dienstag und Mittwoch ausgerückt, um in dem Waldstück eine Sichtschneise freizuschneiden.

Bei einem ersten Einsatz im November hatte sich gezeigt, dass es mit dem Fällen einiger Bäume nicht getan ist. Daher musste nun nachgearbeitet werden.

Der zehnköpfige Trupp achtete laut Rainer Stoffers darauf, dass kein Baum oder Strauch zu viel gestutzt wurde. „Einen Kahlschlag wie vor sieben Jahren wollten wir vermeiden“, sagt der Bauhofchef. Vor diesem Hintergrund entstand die Idee, auf eine Teleskopstange mit roter Fahne zurückzugreifen.

Anhand dieser Stange konnten die Arbeiter erkennen, welche Bäume die Richtfeuerlinie versperren und wo sie die Säge ansetzen mussten. WSA-Beschäftigte kletterten dafür mit Ferngläsern auf den Turm in Großensiel und gaben von dort ihren Kollegen, die den Wald mit der Fahnenstange abschritten, per Funk die entsprechenden Anweisungen.

Die jeweiligen Rückschnitte übernahmen die Bauhofmitarbeiter. So wurde eine trichterförmige Trasse freigelegt, deren breiteste Stelle sich über etwa 60 Meter erstreckt. In der Länge sind es um die 300 Meter.

Unterholz schonen

Die abgesägten Stämme, Äste und Zweige bleiben im Unterholz liegen und den zersetzenden Kräften der Natur überlassen. „Das sieht zwar unaufgeräumt aus“, sagt Rainer Stoffers, „ist aber Absicht.“ Denn um das Schnittmaterial aus dem Gestrüpp zu befördern, müssten große Maschinen wie Schlepper und Bagger eingesetzt werden. Das wiederum hätte erhebliche Schäden im Unterholz zur Folge. „Wenn in ein paar Monaten alles grün ist, sieht man da nichts mehr von“, betont der Bauhofleiter.

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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