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SPD-Urgestein Erhard Eppler ist tot
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Aktualisiert vor 25 Minuten.

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SPD-Urgestein Erhard Eppler ist tot

NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Großensieler Tradition seit 150 Jahren

12.10.2013

Grossensiel Weit und breit stand kein Haus. Aber Jacob Friedrich (J. F.) Meints Thaden hatte gute Gründe, sich mit seinem Geschäft in Großensiel niederzulassen. Der Siel­ort, der ab 1844 die offizielle Bezeichnung „Hafenanstalt“ führen durfte, bot beste Voraussetzungen für einen blühenden Handelsplatz.

Im Alter von 27 Jahren entschloss sich J. F. Meints Thaden, der bis dahin bei dem Holzhändler Schwarting in Kleinensiel eine Anstellung hatte, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Er ließ an der Großensieler Straße 16 ein stattliches Haus bauen und eröffnete dort am 10. Juni 1863 sein Geschäft: die Holzhandlung J. F. Thaden. Damit war der Grundstein für eines der ältesten und traditionsreichsten Unternehmen in der Nordenhamer Stadtgeschichte gelegt. Das konnte J. F. Meints Thaden damals natürlich nicht ahnen, zumal es zu der Zeit noch gar keine Stadt Nordenham gab. Ihre Gründung im Jahr 1908 sollte der umtriebige Kaufmann und Kommunalpolitiker auch nicht mehr miterleben. Er starb ein Jahr bevor Nordenham die Stadtrechte verliehen bekam.

Fünf Häuser am Hafen

Die 150-jährige Firmenhistorie ist eng mit der Entwicklung des Stadtteils Großensiel und des dortigen Hafens verbunden. Das Thaden-Haus gehörte zu den ersten fünf Gebäuden, die in Großensiel errichtet wurden. Sie alle erstanden im Jahr 1863. Mit zu diesen Ansiedlungen gehörte eine Niederlassung des Kleinensieler Holzkaufmanns Johann Schwarting, der als Konkurrent gegen seinen ehemaligen Mitarbeiter J. F. Meints Thaden antrat. Jedoch hatte er schon bald das Nachsehen: 1877 gab Johann Schwarting auf und überließ die Firma an der Großensieler Straße 22 seinem Mitbewerber.

J. F. Meints Thaden trieb eifrig Geschäfte mit Holzlieferanten aus aller Welt, die ihre Frachten auf dem Wasserweg nach Großensiel brachten. Später kamen auch Kalk, Steine und andere Baumaterialien hinzu.

Am 1. Januar 1900 übergab der Firmengründer das Unternehmen an seinen Sohn Werner (1859 - 1960). Der Kaufmann Werner Thaden baute den Familienbetrieb weiter aus und schuf 1931 an der Müllerstraße ein zweites Firmenstandbein, indem er dort die Holzhandlung Hansing übernahm. Ab 1935 arbeiteten seine Söhne Friedrich und Werner in dem Unternehmen mit. Nach dem Tod ihres Vaters im Jahr 1960 führten die beiden Brüder das Geschäft.

1972 übernahmen Fritz Thaden und Lenchen Gericke den Familienbetrieb in der vierten Generation. Als Geschäftsführer erweiterte Fritz Thaden die Firma, die auch heute noch ihren Stammsitz an der Großensieler Straße 16 hat, um eine Baustoffabteilung.

Im Jahr 2000 gründete Fritz Thaden gemeinsam mit den Inhabern der Firmen Beenen (Aurich), Hedlefs (Esens) und Logemann (Bockhorn) die Baustoff-Zentrale Nord. Die BZN mit Sitz in Aurich ist Mitglied der Hagebau-Einkaufsgemeinschaft.

Im Januar 2004 endete die Familientradition in dem Großensieler Unternehmen, als Fritz Thaden den Ruhestand antrat. Die Inhaberfamilien Thaden und Gericke verkauften ihre Gesellschaftsanteile an die BZN. Das Betriebsgelände und die Gebäude wurden an die BZN verpachtet.

Als Niederlassungsleiter ist Bodo Henke (47) seit dem 16. Januar 2004 für den Standort in Großensiel verantwortlich. 21 Mitarbeiter sind dort beschäftigt – 11 im kaufmännischen Bereich, 10 im Lager und im Transport. Dienstältester Mitarbeiter ist Wolfgang Morisse, der seit 40 Jahren zum Thaden-Team gehört.

Der Holzhandel, der einst zur Gründung des Unternehmens geführt hatte, macht heute noch etwa ein Viertel des Geschäfts aus. Zum Schwerpunkt hat sich die Baustoffsparte entwickelt. Ein weiteres Standbein ist der Handel mit Fenstern, Türen und Garagentoren sowie mit Gartenbaumaterialien.

„Gebaut wird immer“

Niederlassungsleiter Bodo Henke, ein gelernter Groß- und Außenhandelskaufmann, sieht die Zukunft der Traditionsfirma J. F. Thaden positiv: „Gebaut wird immer“, sagt er. Allerdings macht er kein Geheimnis daraus, dass der Preis- und Konkurrenzdruck zunimmt. Dazu tragen nicht zuletzt die Internet-Anbieter bei. Bodo Henke will mit der Kundenbindung vor Ort dagegen halten: „Geschäfte werden zwischen Menschen gemacht“, sagt er „der persönliche Kontakt ist und bleibt wichtig.“

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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