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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Projekthilfe Dritte Welt: Großes Geldbündel für das kleine Gambia

17.09.2015

Rodenkirchen In Gambia wird kein Plattdeutsch gesprochen. Dennoch gibt es zwischen der kleinen Republik in Westafrika und der alten Muttersprache einen Zusammenhang. Dieser Zusammenhang hat einen Namen: Gerd Spiekermann.

Der aus Ovelgönne gebürtige Plattschnacker, der in Rodenkirchen viele Freunde hat, hilft auch diesmal bei der Spendentour 2017: Am Dienstag, 3. November, tritt der 63-Jährige ab 20 Uhr mit einem höchst unterhaltsamen Programm in der Markthalle auf. Mit der Schnackerei verdient er aber keinen Cent, denn den Erlös der Veranstaltung gibt er gleich an die Regionalgruppe Wesermarsch des Vereins Projekthilfe Dritte Welt weiter.

Dies ist die erste und vielleicht auch größte von vielen Aktionen, mit denen in Rodenkirchen Geld für die nächste Spendentour gesammelt wird, sagt Ingo Lieken, der Schatzmeister der Regionalgruppe. Die Spendentour ist für Januar 2017 geplant.

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Von Rodenkirchen, Edewecht und Bochum aus starten mindestens drei, vielleicht auch vier geländegängige Fahrzeuge nach Gambia – 7000 Kilometer in Richtung Süden. Die Wagen werden aus dem Erlös der Aktionen gekauft und in Gambia verkauft. Das Geld fließt direkt in die Projekte in Jahaly, einem 2500 Einwohner zählenden Dorf mitten in Gambia.

Die Summe wird auch diesmal größer aussehen als sie ist, denn die gambische Währung Dalassi gibt es nur in kleinen Stückelungen, weshalb die Helfer wieder ein großes Geldbündel überreichen werden.

Spektakuläre Fahrt

Mehr noch als als der Auftritt von Gerd Spiekermann zielt die Spendentour auf Außenwirkung: Die spektakuläre Fahrt soll für weitere Spenden werben.

Die Projekthilfe Dritte Welt wird im Wesentlichen von Unternehmern getragen, die Pflegedienste betreiben: Dieter Lieken in Rodenkirchen, Thorsten Meilahn in Edewecht sowie Frank Heuer und Matthias Ketteler in Bochum. Die drei haben einander bei Seminaren kennengelernt und eine wichtige Gemeinsamkeit gefunden: Sie wollen etwas für andere tun. Die Buschklinik verdankt ihre Existenz einer Initiative der Stadt Hattingen in Nordrhein-Westfalen, weshalb sie auch Hattinger Buschklinik heißt. Matthias Ketteler ist in das Projekt eingetreten, die anderen sind später dazugestoßen.

In der Buschklinik wird vor allem Vorbeugung gegen Malaria betrieben. Der zweite Arbeitsschwerpunkt sind Verbrennungen. In vielen gambischen Hütten brennt offenes Feuer, was immer wieder zu schweren und schwersten Verletzungen führt. 40 bis 50 Pfleger sind in der Klinik tätig, sagt Ingo Lieken; sie machen viel mehr als Pfleger in Deutschland. Das muss auch so sein, denn das nächste Krankenhaus mit einem Arzt liegt 50 Kilometer weit weg.

Zu dem Krankenhaus haben sich ein Kindergarten und eine Vorschule mit 10 Lehrern gesellt. Der Finanzbedarf ist enorm: Ingo Lieken spricht von einer sechsstelligen Summe pro Jahr. Der arme gambische Staat kann außer freundlichen Ministerworten nicht allzu viel geben. Deshalb lebt das Projekt von Spenden, Zuwendungen aus Stiftungen und Zuschüssen aus der Entwicklungshilfe.

Mehr Arbeitsplätze

Doch so wichtig Gesundheit und Bildung sind: sie allein halten die Menschen nicht in einem Dorf, in dem es nicht einmal einen Laden gibt. Die wachsenden Touristenzentren an der Küste locken mit Jobs. Um die Landflucht zu stoppen, setzt die Projekthilfe Dritte Welt auf Arbeitsplätze in der Landwirtschaft.

Und hier kommt die Regionalgruppe Wesermarsch mit ihren rund 50 regelmäßigen Unterstützern ins Spiel: Weil auch die Wesermarsch agrarisch geprägt ist, unterstützt diese Gruppe vor allem die landwirtschaftliche Entwicklung in Jahaly. Vier Projekte gibt es – darunter Gemüsegärten, eine Verkaufsgenossenschaft und – ganz neu – die Moringa-Plantage. Sie sollen Arbeit und Einkünfte bringen.

Zuvor braucht aber die Regionalgruppe Einkünfte. Deshalb denken ihre Aktiven über viele kleine Projekte nach – unter anderem wollen sie mit einem Stand beim Weihnachtsmarkt vertreten sein.


Die Projekthilfe Dritte Welt hat eine neue Homepage online unter   www.buschklinik.de 
Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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