NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Feuerwehr: Grünes Licht             für die neue Drehleiter

22.11.2014

Nordenham Im August nächsten Jahres soll sie kommen, die neue Drehleiter. So sieht es der Zeitplan der Stadt Nordenham vor. Am Donnerstagabend hat sich der Feuerwehrausschuss in nicht öffentlicher Sitzung einstimmig für die Anschaffung einer Drehleiter der Firma Metz entschieden. Nun muss noch der Verwaltungsausschuss grünes Licht geben. Dann kann Ordnungsamtsleiter Rudolf Müller die Drehleiter bestellen.

Die Stadt muss für die Anschaffung Schulden aufnehmen. Die Kosten belaufen sich auf rund 600 000 Euro. Der Landkreis bezuschusst die Drehleiter. In welcher Höhe, das konnte Rudi Müller auf Nachfrage noch nicht genau sagen. Mit dem Kreiszuschuss soll die jährliche Zahlung von Zinsen und Tilgungsbeiträgen unterstützt werden.

28 Jahre alt

Wie die NWZ  berichtete, entspricht die alte Drehleiter nicht mehr dem technischen Standard. Das ist auch kein Wunder. Sie hat inzwischen 28 Jahre auf dem Buckel. Sie ist 30 Meter lang, darf aber nach einer Untersuchung durch den Technischen Überwachungsverein nur noch 25 Meter ausgefahren werden.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Nach den Worten von Rudolf Müller kann die neue Drehleiter 30 Meter ausgefahren werden. Sie ist wesentlich flexibler einsetzbar, kann zum Beispiel dichter an Gebäude herangefahren werden. Um Geld in die klamme Kasse zu bekommen, will die Stadt versuchen, die alte Drehleiter zu verkaufen. Welcher Preis sich damit erzielen lässt, sei aber noch völlig unklar.

Stadtbrandmeister Ralf Hoyer und seine Feuerwehrkollegen freuen sich auf das neue Gerät, das aus ihrer Sicht dringend erforderlich ist, um die Möglichkeiten bei der Brandbekämpfung zu verbessern. Dass die neue Drehleiter fünf Meter weiter ausfahrbar ist als die alte, könne im Ernstfall sehr wichtig sein.

Für wenige Gebäude im Einsatzgebiet ist sie trotzdem noch zu klein. Das gilt zum Beispiel für das Hochhaus am Mittelweg. Nach den Worten von Ralf Hoyer reicht die Drehleiter hier bestenfalls und bei optimaler Einsatzlage bis zum neunten Stockwerk. Das Hochhaus sei deshalb mit einem Rettungsflur ausgestattet, der gerade erst auf den neuesten Stand gebracht worden ist.

Während die Stadtfeuerwehr auf die neue Drehleiter wartet, warten die Kameraden der Blexer Ortswehr auf die Fertigstellung des Umbaus am Gerätehaus. Dieser Umbau zieht sich schon seit mehr als zwei Jahren hin. Im Gerätehaus werden Räume, die zuvor als Wohnung genutzt worden waren, für die Feuerwehr hergerichtet. Unter anderem entstehen hier ein Schulungsraum und ein Büro für den Ortsbrandmeister. Rudolf Müller kündigte an, dass die Blexer spätestens bei ihrer Jahreshauptversammlung Anfang nächsten Jahres die neuen Räume nutzen können.

Dass der Umbau so lange gedauert hat, hatte nach den Worten des Ordnungsamtsleiters mehrere Gründe. Gleich zweimal wechselte der für das Projekt zuständige Mitarbeiter im Rathaus. Das habe zu Reibungsverlusten geführt. Außerdem habe es Probleme bei der Verzahnung von Handwerker-Arbeiten und der Eigenleistung der Blexer Feuerwehrleute gegeben. Die Blexer haben nach Auskunft des Ausschussvorsitzenden Olaf Rodenburger insgesamt 1900 Arbeitsstunden beigesteuert. „Das muss man den Ehrenamtlichen hoch anrechnen.“

Ralf Hoyer merkte in diesem Zusammenhang an, dass das ehrenamtliche Engagement aber nicht überstrapaziert werden dürfe. Das Beispiel in Blexen ist seiner Meinung nach nicht zur Nachahmung empfohlen. „Das sollten wir so nicht mehr machen“, sagte Ralf Hoyer.

Mehrkosten

Auch bei den Kosten für den Umbau lief nicht alles so wie ursprünglich geplant. Bei einer ersten groben Schätzung war von Kosten in Höhe von 75 000 Euro ausgegangen worden. Inzwischen sind aber schon 117 000 Euro verbaut worden. Und es könnten weitere 40 000 Euro dazu kommen. Ein Grund für die Mehrkosten ist, dass aus statischen Gründen ein Stahlgerüst eingebaut werden musste, das die Stadt vorher nicht auf der Rechnung hatte.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
Rufen Sie mich an:
04731 9988 2205
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.