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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Landschaft: „Hahner Brake“ wird renaturiert

18.02.2013

Jaderkreuzmoor, Seit einigen Wochen wird wieder Erde bewegt in Jaderkreuzmoor – genauer im Kurvenbereich gegenüber der früheren Land-Bäckerei Brick. Das etwa 40 Hektar große Gebiet der „Hahner Brake“ hat die Stadt Wilhelmshaven als Ausgleichsfläche für ein Gewerbegebiet auf dem Rüstersieler Groden 2007 erworben. Die Fläche soll soweit es möglich ist renaturiert werden.

Der Naturschutzbeauftragte Dieter Bloem erläutert, dass bereits 2009 östlich der „Kleinen Brake“ eine 1000 Quadratmeter große, sich zur Mitte hin leicht vertiefende Mulde angelegt wurde. Bei den Kartierungsarbeiten wurden mehrere geschützte Pflanzen auf der Fläche festgestellt. Dazu gehören zum Beispiel Wollgras-Torfmoos-Schwingrasen, Schilfröhrichte, Erlenbruchwald, Pfeifengras-Moorstadium und Weidensumpfgebüsch.

Bloem: „Alle diese gilt es genauso zu erhalten und zu entwickeln, wie die vorhandenen großen Feuchtgrünlandflächen im Norden des Gebietes.“ Die abgeschobene Erde wurde auf die zurzeit artenarmen Grünlandflächen im nördlichen Bereich des Gebietes verbracht und wird dort in die vorhandene obere Bodenschicht eingearbeitet, um sie in artenreiches Grünland zu überführen.

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Artenreichtum fördern

Große Bereiche des Plangebietes, nämlich fast 12 Hektar sollen zu einem Hochmoor-Bulten- und Schlenkenkomplex mit Torfmoos- und Wollgrasgesellschaften entwickelt werden. Das kann nur gelingen, wenn auch hier der nährstoffreiche Oberboden bis auf eine Höhe von 1,10 Meter unter Null abgetragen wird, und der dann frei liegende nährstoffarme, saure Moorboden durch Anhebung des Wasserspiegels langfristig überstaut wird. Das ist ein äußerst kompliziertes und vor allem langwieriges Verfahren, weil doch etliche Faktoren Einfluss auf den Wasserstand nehmen. Zum Beispiel die Verdunstung in der warmen Jahreszeit. Die Vegetation, die sich auf diesen Flächen einstellen soll, reagiert sehr empfindlich auf größere, länger andauernde Schwankungen des Wasserstandes in der oberen Bodenschicht.

Geografisch entstanden ist die „Hahner Brake“ wohl durch Sturmflutein- und Moordurchbrüche während der Allerheiligen Flut im Jahre 1570. Damals wurden tiefe Wasserlöcher, 13 ha und 3,1 ha groß, in das hier vorhandene Hochmoor gerissen. Diese sind in den vergangenen Jahrhunderten verlandet. In dem unwegsamen Gelände deuten großflächige Schilfgürtel und etliche Erlenbruchbestände auf diese immer kleiner werdenden Kuhlen hin. Sie weisen heute noch eine offene Wasserfläche von gerade Mal 0,24 ha und 0,08 ha auf.

Tiefe Wasserlöcher

4,5 ha der Gesamtfläche liegt natürlicherweise schon unter -1,1 m NN. Durch Anhebung des Wasserspiegels soll das Moor überstaut werden. Das ist ein kompliziertes und vor allem auch langwieriges Verfahren. Bloem: „Es bedarf einen langen Atem, bis sich der erwartete und erhoffte Erfolg einstellen wird. Der Zustand der „Hahner Brake“ wird zukünftig auf jeden Fall deutlich besser werden, als er heute ist, auch wenn nicht alles erreicht wird“.


Weitere Bilder:      www.nwzonline.de/fotos-wesermarsch 
Hans-Carl Bokelmann Jade/Ovelgönne / Redaktion Brake
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