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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Medizinische Versorgung In Der Wesermarsch: „Konstruktive Gespräche“ über Kliniken

06.06.2019

Hannover /Brake /Nordenham Wer die Bekanntgabe neuer Entwicklungen im bisher erfolglosen Bemühen um eine Fusion oder Kooperation der beiden Krankenhäuser im Landkreis Wesermarsch erhofft hatte, wird enttäuscht. Entweder halten sich alle Beteiligten in der Öffentlichkeit noch völlig bedeckt – vielleicht, um alle Wege offen zu halten – oder es gibt noch keine greifbaren Fortschritte. Jedenfalls ist nur wenig zu erfahren über ein Gespräch, das Dienstagabend zwischen Staatssekretär Heiger Scholz aus dem Sozialministerium in Hannover und Vertretern des Braker St.-Bernhard-Krankenhauses sowie des Helios-Konzerns als Träger der Helios-Klinik in Esenshamm stattgefunden hat.

Staatssekretär lädt ein

Auf Anfrage der NWZ hat am Mittwoch Uwe Hildebrandt als Sprecher des Sozialministeriums lediglich bestätigt: Auf Einladung von Staatssekretär Heiger Scholz hat am 4. Juni abends ein Gespräch mit Vertretern der Krankenhäuser im Landkreis Wesermarsch stattgefunden. Der Ministeriumssprecher fügt wörtlich hinzu: „In dem sehr konstruktiven Gespräch wurden die aktuelle Situation sowie zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten diskutiert. Es wurde zwischen den Parteien vereinbart, den gemeinsamen Austausch fortzusetzen.“

Auf Anfrage der NWZ haben sowohl Helios als auch der Geschäftsführer der Braker Klinik, Ingo Penner, mitgeteilt, dass sie dieser Auskunft des Ministeriums nichts hinzufügen möchten.

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Festhalten lässt sich somit lediglich: Das Gespräch hat tatsächlich stattgefunden. Es war kein belangloses, sondern „sehr konstruktives“ Gespräch. Und: Es soll weitere Gespräche geben.

Somit bleiben auf jeden Fall alle Türen offen.

Zur Erinnerung: Die Landesvertretung Niedersachsen der Ersatzkrankenkassen hatte im Februar die Schließung der Geburtshilfe in der Nordenhamer Helios-Klinik scharf kritisiert und eine Fusion der Krankenhäuser Brake und Nordenham gefordert. Diese Fusion sei längst überfällig, meinen die Kassen.

Die Ersatzkassen hatten den Landkreis Wesermarsch aufgerufen, die beiden Klinikträger mit dem Ziel einer Fusion an einen Tisch zu bringen. Daraus ist aber bisher nichts geworden. Die Spitzen der Kreisverwaltung und der Kreistagsfraktionen haben lediglich eine Moderatorenrolle angeboten und auf das Gespräch der Klinikvertreter mit dem Staatssekretär verwiesen, das jetzt stattgefunden hat.

Zur Vorgeschichte: Am 30. August vergangenen Jahres hatte Helios Kontakt mit dem katholischen Träger des Braker Krankenhauses gesucht. Helios wollte nach eigenen Angaben Gespräche über eine künftige Zusammenarbeit und/oder Fusion. Doch diese Kontaktaufnahme verlief aus Sicht von Helios erfolglos.

Ein Übernahmeangebot?

Dies hatte die NWZ erfahren und Anfang Februar darüber berichtet. Daraufhin erklärte Ingo Penner als Geschäftsführer der Braker Klinik während einer Sitzung des Braker Stadtrates: Der Vorschlag von Helios sei einem Übernahmeangebot gleich gekommen. Ingo Penner fügte damals hinzu: „Wir verkaufen nicht.“

Eine mögliche Zusammenarbeit mit Helios in Nordenham sehe er, Ingo Penner, derzeit nicht. Die Standpunkte lägen zu weit auseinander.

Anfang Februar hatten die Ersatzkrankenkassen „Kirchturmpolitik in der Krankenhausversorgung“ in der Wesermarsch kritisiert und hinzugefügt: „Jeder Träger geht seinen Interessen nach, jeder Standort guckt nur auf sich. Gute regionale Versorgungskonzepte spielen offenbar keine Rolle.“ Zudem hatten die Kassen gewarnt: „Die Klinikträger müssen sich auch über die finanzielle Perspektive im Klaren sein. Eine Investitionskostenförderung für im Wettbewerb stehende, nicht zukunftsfähige Kleinstkrankenhäuser durch das Land ist nicht vertretbar.“

Lesen Sie auch:

11. Mai, 2019: Kreistagsfraktionen sind in großer Sorge

14. Mai, 2019: Klinik-Fusion weiterhin nicht in Sicht

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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