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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Feinster Sand und Hafenblick

11.07.2018

Harriersand Ein Südseestrand nur ein paar Minuten entfernt: Das ist Harriersand, mit elf Kilometern eine der längsten Flussinseln Europas. Sie hat sich von den 1920er Jahren bis heute verändert (was im Museumsführer „Herr Krause“ skizziert wird).

Die Insel gehört schon seit 44 Jahren nicht mehr zu Brake. Aber verbunden sind die Flussinsel und die Stadt durch die Weser noch immer – schon allein durch die Guntsiet, die im Sommer mehrmals am Tag von Brake nach Harriersand und zurück fährt.

Harriersand war noch vor 100 Jahren kleiner. Außerdem gab es noch sechs weitere kleine Inseln. Erst durch die Weserkorrektionen wurden diese Inseln zu einer großen zusammengefasst – da hat auch Herr Krause nicht schlecht drüber gestaunt. Die Weser war zwar sehr breit, aber nicht tief genug für die immer größer werdenden Schiffe. Also wurde nach und nach Sand ausgehoben und aufgespült und die Inseln mit Schlick und Sand verbunden. Seitdem fahren die Schiffe an der Westseite der Insel und damit auch an Brake vorbei.

Schon zu Urlaubszeiten des Berliners war Harriersand ein beliebtes Ausflugsziel. Mit der Guntsiet kann man seit 1963 von Frühjahr bis Herbst mehrmals pro Tag von Brake zur Insel fahren. In nur wenigen Minuten ist man auf der Insel. Jeweils eine Viertelstunde später fährt die Fähre wieder zurück.

Ist man auf Harriersand angekommen und über den kleinen Steg gelaufen, muss man nach nur wenigen Metern einfach links oder rechts abbiegen und schon steht man auf feinstem Sandstrand, wie man ihn auch aus der Südsee kennt. Wer in der Weser schwimmen oder am Ufer entlang im Wasser spazieren möchte, sollte allerdings sehr aufmerksam sein. Aufgrund von Ebbe und Flut ist die Strömung sehr stark. Und die großen Schiffe, die vorbei fahren, schlagen hohe Wellen. Im Zweifel sollte man bei der Vorbeifahrt also lieber wieder ans Ufer zurückkehren.

Wer sich im Heft (oder oben im Infokasten) die Fotos anschaut, sieht, dass sich die Badekleidung sehr verändert hat. Während Bikinis, Badeanzüge und Badehosen heutzutage aus leichten, schnelltrocknenden Stoffen bestehen, waren die einteiligen Badeanzüge zu Herrn Krauses Zeiten aus Wolle und gingen bis zur Mitte der Oberschenkel. Da hatte die Bademode bereits einen erheblichen Sprung gemacht – schon Herr Krause hat sich über weniger Stoff als früher gefreut, als die Badeanzüge bis zu den Knien gingen und die Arme bedeckten.

Bei der heutigen Bademode muss man an Eincremen und anderen Sonnenschutz denken. Die Schwimmpause kann man damit verbringen, genauso wie Herr Krause die vorbeifahrenden Schiffe zu beobachten und natürlich auch die Schiffe, die im Braker Hafen zum Be- und Entladen anlegen.

Und wer genug davon hat am Strand zu liegen, kann sich auf dem Waldspielplatz austoben, zu einem ausgedehnten Spaziergang aufmachen oder auf das mitgebrachte Fahrrad steigen und eine Tour über die Insel auf der einzigen Straße machen. Dem aufmerksamen Spaziergänger oder Radfahrer fällt dann auf, dass die Bauernhöfe auf der Insel auf Warften, kleinen Erdhügeln, stehen. Denn dass die Insel bei Sturmflut überschwemmt wird, kann man nicht so leicht verhindern, dass das ganze Haus unter Wasser steht aber zumindest etwas unwahrscheinlicher machen. Aus dem gleichen Grund sind auch die Wochenendhäuser auf der Insel auf Stelzen gebaut.
 Herr Krauses Reise geht weiter: Als nächstes lernt er etwas über den Müll im Meer.

Manuela Wolbers
Volontärin, 2. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

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