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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Im Galopp auf der Zielgeraden

15.04.2019

Harrierwurp Welche Kuh hat da schon Lust, den schützenden Boxenlaufstall zu verlassen und sich den Ostwind ums Maul wehen zu lassen? Auf dem „Hof auf der Wurt“ der Familie Holthusen in Harrierwurp hatten alle Kühe Lust, endlich wieder frisches Gras zu zupfen und die Weite der Wesermarsch zu genießen.

Pünktlich um 13 Uhr wurde das Gatter geöffnet und 130 Schwarzbunte stürmten im ersten Durchgang auf dem „Cow-Walk“ im Kuhgalopp in Richtung Weide. Ein Spektakel für alle großen und kleinen Besucher, die sich den Weideaustrieb unter dem Motto „Kühe und Konzert“ nicht entgehen lassen wollten. Auf der Koppel war zu sehen, dass Milchkühe durchaus unterschiedliche Temperamente haben: einige machten vor Freude Bocksprünge, andere erkundeten gemessen das neue Terrain und wieder andere maßen ihre Kräfte in kleinen Scharmützeln und Kopfstößen.

Dieser Tag war – auch wenn das Wetter nicht immer mitspielte – nicht nur für die Schwarzbunten ein Fest. Hunderten von Besuchern wurde ein buntes Programm geboten. Apropos „Konzert“: Auch auf einem Bauernhof sind E-Gitarrenklänge nicht fehl am Platze. Die Band „Gordon“ aus Delmenhorst rockte auf der Bühne den Weideaustrieb. Und wenn manche behaupten, dass Kühe unter musikalischer Berieselung mehr Milch geben, war das ein guter Auftakt.

Fast wie zuhause in Ostfriesland fühlte sich die Moderatorin des landwirtschaftlichen Events unter Federführung des Grünlandzentrums Niedersachsen/Bremen, Annie Heger. Zahlreiche Mitmachaktionen für die jüngsten Besucher ließen keine Wünsche offen: Für die Teilnahmenachweise wie Bienenschmaussähen, Hüpfburg-Parcours und Strohrutschen gab es Preise am Ammerlandstand, Streicheleinheiten empfingen die jüngsten Kälber, Ponyreiten, Schminkstation und eine Mini-Treckerfahrt machten den Tag auf dem Bauernhof zu einem tollen Erlebnis.

Hunger und Durst wurden ebenfalls gestillt: im Angebot „Weideburger mit und ohne Grünzeug“ oder „Weidesandwich mit Kaut und Rüben“, dazu ein Glas Weidemilch – die Besucher ließen es sich schmecken.

Vor dem Weideauftrieb informierte Heiko Holthusen beim Hofrundgang die Gäste über die moderne Milchkuhhaltung der Grünlandbauern in der Wesermarsch, über die Vorteile eines Boxenlaufstalls und Fütterungsmodalitäten per Transponder. Auf dem „Hof auf der Wurp“ stehen insgesamt 240 Milchkühe, gemolken werden derzeit 208 Kühe. „Auch unter Kühen gibt es so etwas wie eine Hackordnung“, beantwortete Holthusen die Frage einer Besucherin, ob jede Kuh im Stall über einen angestammten „Liegeplatz“ verfüge. Holthusen: „ In jeder Herde gibt es einen weiblichen Boss. Wenn dieser seinen belegten Platz beansprucht, steht eine schwächere Kuh ganz schnell auf. Bei uns haben die Tiere aber so viel Platz, dass alle zu ihrem Recht kommen.“

Auch am Nachmittag war wettermäßig längst nicht alles „in Butter“: vom Schneetreiben ließen sich die weiteren 70 Kühe des „zweiten Durchgangs“ nicht abhalten, die Weide anzusteuern – und dann schien ganz schnell wieder die Aprilsonne!


Weitere Bilder unter   www.nwzonline.de/fotos-wesermarsch 
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