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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Helmut Lueg will notfalls auch klagen

04.11.2010

SCHWEEWARDEN Die Genehmigung des Ausbaus der Jarosit-Deponie Galing tritt in die entscheidende Phase: vom 12. bis 14. Januar findet im Rathausturm der Erörterungstermin statt. Dann werden unter Leitung des Gewerbeaufsichtsamtes Oldenburg die knapp 50 Einwendungen behandelt. Eine kommt von Helmut Lueg, der am Neuburger Weg, unweit der Deponie, einen Bauernhof besitzt, den er seit 2001 verpachtet.

Der 79-Jährige will eine Genehmigung für die Erweiterung unter keinen Umständen akzeptieren, wie er der NWZ  sagt: „Dann werde ich klagen.“ Schon jetzt lässt er sich von dem Bremer Verwaltungsjuristen Andreas Reich vertreten. „Ich hatte erwartet, dass die Deponie Ende dieses Jahres geschlossen und dann abgedeckt wird“, sagt Lueg.

Gegen die Lagerstätte sprechen seiner Ansicht nach zwei Argumente: Die Lage zwischen Nordsee und Weser und die Standfestigkeit des Deiches, die er für nicht ausreichend hält. Beides könnte im Falle einer schweren Sturmflut fatal werden, sagt der ehemalige Landwirt: „Bei der Sturmflut im Februar 1962 stand das Wasser bis zur Deichkrone. Wenn der Deich gebrochen wäre und es die Deponie schon gegeben hätte, wäre das Jarosit bis nach Nordenham geschwemmt worden.“

Im Deich sei bei der Abdeckung im Sommer Bleischlacke verbaut worden, und zwar zwischen der Folie und der Kleiauflage. Deshalb bestehe Rutschgefahr.

Helmut Lueg schlägt vor, eine neue Deponie zu bauen – und zwar östlich der Bundesstraße 212 in Rahden, wo derzeit Klei für den Deich abgebaut wird. Allerdings soll das Gelände renaturiert werden.

Im März 2000 hat Helmut Lueg – damals zusammen mit seinem Sohn Henning, dem der ehemalige Indorf-Hof in Bärdeich gehört – schon einmal einen Prozess gegen die damalige Metaleurop gewonnen. Das Oberlandesgericht Oldenburg sprach beiden eine Entschädigung zu, weil im Februar 1994 auf der Deponie Jarosit gefror und dann vom starken Wind auf die Ländereien geblasen wurde. Über die Höhe der Entschädigung schweigt Lueg, aber ein solcher Schaden könne bei sehr kaltem und sehr windigem Wetter wieder auftreten, fürchtet er.

Lueg wohnt seit 2001 in Delmenhorst, wo seine Frau Sabine als Pastorin tätig ist. Neben ihm gibt es etwa 30 weitere private Einwender, dazu kommen gut 15 öffentliche Einwender, sagt Günter Mühlner, der Leiter des Fachdienstes Umwelt der Kreisverwaltung. Zu den Einwendern gehören auch der Kreislandvolkverband und die Gemeinde Butjadingen, ergänzt Lueg.

Eigentümer der Deponie ist der Landkreis, der deshalb auch die Erweiterung beantragt. Betreiberin der Deponie ist die Xstrata-Zinkhütte, die hier Jarosit ablagert, einen schwermetallhaltigen Rückstand, der bei der Zinkproduktion anfällt.

Galing bei Schweewarden ist seit 1989 in Betrieb. Jedes Jahr werden 60 000 Tonnen entsorgt.

geht nach oben. Xstrata wird das Jarosit mit Zement in festes Jarofix verwandeln, mit dem die Deponie um etwa 10 Meter auf 18,50 Meter erhöht wird.

soll die Erweiterung reichen. Durch den Neubau an der Hütte soll nicht wesentlich mehr Jarosit anfallen, sagt Xstrata-Geschäftsführer Carl van Dyken.

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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