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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Wirtschaft: Herabstufungs-Empfehlung stößt auf Kritik

13.11.2015

Nordenham /Einswarden Die 2007 bei der Erstellung des Einzelhandelskonzepts für die Stadt Nordenham als „zentrale Versorgungsbereiche“ deklarierten Gebiete beim Aldi-Markt in Nordenham-Süd (Mittelweg) und beim Netto-Markt in Einswarden (Lange Straße) sollen zu „solitären Nahversorgungs-Standorten“ heruntergestuft werden. Das empfehlen die Experten der Cima Beratung + Management GmbH. Sie stoßen damit aber auf erhebliche Kritik der Einswarder Ratsmitglieder.

Von der Stadt Nordenham beauftragt, haben die Cima-Gutachter ihr acht Jahre altes Konzept jetzt überarbeitet. Die aktualisierten sozioökonomischen Rahmendaten und Einzelhandelsstrukturdaten sowie daraus abgeleitete Empfehlungen stellten Jan Weckenbrock und Nils Meyer während einer öffentlichen interfraktionellen Sitzung am Mittwochabend im Rathaussaal vor.

Die empfohlene Herabstufung des Netto-Marktstandortes in Einswarden begründete Gutachter Nils Meyer mit der fehlenden Funktionsmischung. Die Schließung der dortigen Schlecker-Filiale habe das Angebot minimiert.

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Da der Netto-Markt Bestandsschutz habe und auch nicht gefährdet sei, sichere eine Herabstufung dieses Standorts im Einzelhandelskonzept den benachbarten zentralen Versorgungsbereich Blexen um den Nahkauf-Markt. Der wäre trotz deutlich höherer Funktionsmischung dann gefährdet, wenn es am Standort des Netto-Marktes zu einer Angebots-Erweiterung käme, so Nils Meyer. Der Erhalt des zentralen Versorgungsbereiches in Blexen ist aus Sicht der Cima-Experten für die Nahversorgung des nördlichen Stadtgebietes eindeutig wichtiger.

Dass allein die Schließung eines Geschäftes (Schlecker) die Herabstufung des Status eines nicht nur für die Nahversorgung von Einswarden wichtigen Standortes zur Folge hat, wollte CDU-Ratsherr Dr. Tilman Käthner nicht einsehen. Auch sei nicht in Ordnung, dass ein Standort zurückgestuft wird, um damit den anderen zu erhalten.

Peter Möllenbeck (CDU) sowie Claudia Freese und Kurt Winterboer (beide SPD) erinnerten daran, dass es nicht nur um den Erhalt des Netto-Marktes, dessen Bedeutung zudem nicht richtig bewertet worden sei, sondern auch um dessen beantragte Vergrößerung gehe. Im Vordergrund stehe dabei nicht die Erweiterung des Sortiments, sondern die Modernisierung des Einkaufsmarktes.

Nordenhams stellvertretender Verwaltungschef und künftiger Bürgermeister Carsten Seyfarth erinnerte daran, dass für eine Erweiterung des Netto-Markt von derzeit 660 auf künftig 1100 Quadratmeter Verkaufsfläche die Ausweisung eines Sondergebietes erforderlich sei. Diese bauleitplanerische Maßnahme sei zwingend mit einer Verträglichkeitsprüfung verbunden. Nach der Rechtssprechung liege eine negative Auswirkung dann vor, wenn eine Erweiterung in Einswarden zu einem Kaufkraftabfluss von zehn Prozent und mehr in Blexen führen würde.

Bürgermeister Hans Franck­sen wies auf das per Ratsbeschluss festgelegte Ziel hin, die Grundversorgung für beide Standorte Einswarden und Blexen zu sicheren. Beiden Orten gerecht zu werden, sei eine Kernaufgabe. Als Alternative gebe es einen Vollversorger für beide Standorte. Dieses Thema werde man nicht im Schnellverfahren lösen können, sondern erfordere sorgfältige Beratungen.

Rolf Bultmann Nordenham / Redaktion Nordenham
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