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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Windpark: Hobendiek: Entscheidungsflaute hält an

25.03.2013

Seefeld Die Hängepartie geht weiter: Erst in seiner nächsten ordentlichen Sitzung am 25. April wird der Gemeinderat entscheiden, ob die Tandem GmbH den Windpark Hobendiek bei Seefeld umbauen darf.

Das hat der Bau- und Planungsausschuss des Gemeinderates am Donnerstag mit sechs zu fünf Stimmen beschlossen. Sechs Stimmen kamen von der CDU/Grünen-Mehrheit, fünf von der SPD/WPS-Minderheit.

Wie berichtet, will die Bremer Betreibergesellschaft Tandem die 1994 errichten acht Windkraftanlagen mit einer Nennleistung von je 450 Kilowatt durch zwei neue Anlagen zu je 2,3 Megawatt ersetzen. Sie sollen jeweils 99 Meter hoch sein, weshalb sie keine rote Nachtbefeuerung brauchen. Die jetzigen Anlagen sind 62 Meter hoch. Die Betreiber wollen rund 5 Millionen Euro investieren. Ursprünglich waren drei 200 Meter hohe Anlagen geplant.

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Großer Widerstand

Doch gegen die Pläne richtet sich, wie mehrfach berichtet, Widerstand. So hat der Bürgerverein Augustgroden im Rodenkircher Rathaus eine Unterschriftenliste übergeben. Zudem hat ein Anwohner der Gemeinde in einem mehrseitigen Schreiben mit einer Klage gedroht, falls sie dem Antrag von Tandem zustimmen sollte.

Andererseits steht der Verwirklichung des Vorhabens nach Auskunft der Kreisverwaltung kein rechtliches Hindernis entgegen. Das Gelände sei im Flächennutzungsplan für die Erzeugung von Windstrom vorgesehen. Es ergebe sich sogar eine Verbesserung zum jetzigen Zustand. Allerdings könne die Gemeinde auch den Flächennutzungsplan ändern und einen Bebauungsplan für die Fläche – den gibt es bisher nicht – und damit steuernd auf die Angelegenheit einwirken. Weil Tandem aber schon einen Bauantrag eingereicht hat, ist es dafür mittlerweile zu spät.

Kreis soll entscheiden

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Günter Busch äußerte im Ausschuss die Befürchtung, dass die Gemeinde entweder vom Antragsteller oder von dem Anlieger verklagt werden könnte, wenn sie sich entscheidet. Deshalb solle sie gar nicht entscheiden, sondern der Kreisverwaltung die Abwägung überlassen. Schließlich muss die sowieso über den Bauantrag entscheiden. Der grüne Partner stimmte dieser Vorgehensweise eher aus Gruppenräson denn aus Überzeugung zu.

Für die SPD/WPS-Gruppe sagte der bekennende Windkraft-Freund Hermann König, dass es für eine nochmalige Verzögerung der Entscheidung keine Argumente gebe. 2 Windkraftanlagen seien sehr viel ruhiger als 8 mit insgesamt 24 Flügeln. In fast 20 Jahren habe es keine Beschwerden über die Anlagen gegeben. Schon im Februar hatte der Ausschuss, wie berichtet, nicht entschieden, sondern ein Rechtsgutachten der Kreisverwaltung angefordert.

Hermann König kritisierte, dass der Tandem-Geschäftsführer Dietrich Heck den Bürger, die sich gegen den Umbau wenden, Gespräche angeboten habe, die Bürger aber dankend abgelehnt hätten.

Auch der Ratsherr Gerd Coldewey (Die Linke) sprach seine Hoffnung auf eine andere Entscheidung im Rat aus.

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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