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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Hochprozentige Ladung für „Avontuur“

22.06.2016

Elsfleth Dieser Termin macht eines ganz deutlich: Lange wird der inzwischen als Lastsegler restaurierte und umgebaute Schoner „Avontuur“ nicht mehr an der Pier der Elsflether Werft liegen. Am Heck weht bereits die Nationalflagge von Vanuatu, einem Inselarchipel im Pazifik.

Bevor es am nächsten Wochenende „Leinen los“ heißt, haben Kapitän Cornelius Bockermann und seine internationale Helfercrew zu einer zwanglosen Feier auf das Schiff eingeladen. Es gibt für den Kapitän, für Crew und Helfer, Unterstützer und Weggefährten einen guten Grund ein wichtiges Ereignis zu feiern: Zum ersten Mal wird der 44 Meter lange Schoner (Baujahr 1920), der für umweltverträgliche Seetransporte unter Segeln steht, mit Fracht beladen.

Und weil die „Avontuur“ ein besonderes Schiff ist, hat es auch mit der ersten Fracht ihre besondere Bewandtnis. Zunächst ist schon mal das Vehikel, mit dem die Ladung von Hannover nach Elsfleth verschafft wurde, ein echter Hingucker. Der Methusalem auf vier Rädern, ein Hanomag L 28, Baujahr 1956, transportierte zwei Fässer feinster Destillate: ein 250-Liter-Fass „Hannover Roof Top Garden Gin“ und ein 220-Liter-Fass „Hannover Wodka Straight“.

Mit Muskelkraft werden die Fässer vom Laster gehievt, an Bord der „Avontuur“ hilft das bordeigene Geschirr und der Applaus der Schaulustigen ist den Helfern sicher. Auch der Chef der hannoverschen Destille, Joerma Biernath, und sein Team vom „Hannover Gin“ packen mit an, den „Spirit of Niedersachsen“ im Laderaum sicher zu verstauen.

Biernath ist eigentlich studierter Gartendesigner. Bei der Herstellung des Gins kommen ihm seine botanischen Kenntnisse zu Gute, er komponiert die richtige Mischung für seinen Gin aus Gewürzen und Kräutern, die in Hannover am Maschsee, in den Leineauen und an der Eilenriede von seinem Kräuterteam gesammelt werden.

Für den hochprozentigen „Spirit of Niedersachsen“ gibt es beim Transport auf der „Avontuur“ keinen Zielhafen. „Wir werden den Gin und den Wodka zwei bis vier Monate bei Wind und Wellen über den Nordatlantik schippern“, so Bockermann. Biernath fügt hinzu: „Es soll getestet werden, ob die Schiffsbewegungen sich geschmacklich positiv auf Fässer und Inhalt auswirken.“ Ist die „Avontuur“ von ihrer ersten Reise zurückgekehrt, segelt der Schoner über Elsfleth bis nach Oldenburg; dort werden die Fässer an Land genommen und nach Hannover gefahren.

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