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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Chemietag: Ein tiefes Blau im Reagenzglas

18.11.2019

Iffens Linus aus Brake ist voll konzentriert. Zusammen mit Dennis aus Elsfleth bildet der Schüler eine Arbeitsgruppe beim Praxistag der Chemie in der Umweltstation Iffens. Er gießt vorsichtig zwei Flüssigkeiten zusammen und erhält die tiefblaue Fehlingsche Lösung.

Diese ist nur kurz haltbar und dient als Zuckernachweis. Jetzt wird Traubenzucker zusammen mit der Lösung in einem Reagenzglas mit dem Bunsenbrenner erhitzt, bis ein Farbumschlag erfolgt. Dieses wird auch mit Apfelsaft und Mehl wiederholt. Linus analysiert die vom Zuckergehalt abhängigen Farbveränderungen und ist sichtlich glücklich und zufrieden.

Diese kurze Momentaufnahme zeigt, wie intensiv und effektiv beim 11. Praxistag gearbeitet wurde. Eingeladen hatte wieder die Ortsgruppe Wesermarsch der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie. Deren Vorsitzender Kurt Buchholz und Stellvertreter Thilo Casper freuten sich über das Engagement der sieben jungen Forscher, allesamt Kinder von Gewerkschaftsmitgliedern.

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Ein besonderer Dank ging an Dr. Wolfgang Meiners, der wieder sein „Labor für Umwelt und Naturwissenschaften“ zur Verfügung gestellt hatte. Buchholz erläuterte, dass die chemische Industrie in der Wesermarsch frühzeitig erkannt habe, dass sie für die interessanten Berufe Chemikant oder Chemieingenieur rechtzeitig Werbung machen müsse. Als Konsequenz habe daraufhin die Gewerkschaft den Praxistag ins Leben gerufen.

In der Wesermarsch gibt es etwa 40 Betriebe, in denen die Chemie eine große Rolle spielt. Die bekanntesten sind Kronos Titan, die Zinkhütte, Melspring, Sibelco, PA, Edible und Omni-Pac.

Dr. Meiners freute sich über die einmalige Konstellation beim Praxistag, dass auf nur zwei Schüler jeweils eine betreuende Person kommt. Die Betreuer waren hauptsächlich Studentinnen und Studenten aus Oldenburg, wie etwa Melvin Nemeyer aus Nordenham, der Jugendleiter der Chemiegewerkschaft.

Die Experimente hatte Wolfgang Meiners zusammen mit einer Arbeitsgruppe ausgesucht. Wichtig war ihm dabei der regionale Bezug. So wurde etwa mit Titandioxid (von Kronos produziert), einem Ei und Öl eine weiße Temperafarbe hergestellt. Daneben gab es unter anderem eine Crackreaktion bei Toastbrot, die Herstellung einer Kalkinsel oder die Chemie des Brausepulvers. Gelegentlich wurde auch ein gefährlicher Versuch vorgeführt, etwa „Das Gummibärchen in der Hölle“.

Acht Stunden lang wurde geforscht und experimentiert, ohne dass auch nur die geringste Müdigkeit aufkam. Bärbel Supper von der Umweltstation hatte zur Stärkung Zimtschnecken gebacken und eine Kürbissuppe zubereitet. Am Ende des langen Tages erhielten alle Teilnehmer eine große Infomappe von der Gewerkschaft sowie ihre Teilnahmebescheinigung.

Diese kann ja bei einer Bewerbung in Zukunft eventuell noch nützlich sein. Bis dahin dauert es bei Linus einige Jahre, aber sein Interesse an der Chemie scheint geweckt. Auf die Frage, welchen Versuch er denn am besten fand, antwortete er nur: „Alle.“

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