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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Im Kampf gegen Algen hunderte Stichlinge gefangen

19.08.2009

BURHAVE Erstmals ist Montagabend den vielen Stichlingen in der „Nordseelagune“ zu Leibe gerückt worden: Drei Aufsichtsratsmitglieder sowie Mitarbeiter der Butjadinger Tourismusgesellschaft (TSB), Aktive der Butjadinger DLRG und der 1. Gewässerwart des Butjadinger Fischereivereins, Michael Schiller, rückten mit vier engmaschigen Netzen an. „Einige hundert Stichlinge haben wir gefangen und alle in der Nordsee wieder frei gelassen“, berichtet der technische Leiter der Butjadinger Tourismusgesellschaft, Lars Lammers.

Nahrung für Vögel

Ziel der Aktion unter Leitung von Lammers und Schiller: Kormorane und Möwen sollen in der Lagune keine Nahrung finden, denn mit ihrem Kot belasten die Vögel das Badewasser. „Und Phosphor im Kot trägt zur Algenvermehrung bei“, erläutert Lars Lammers. Zudem fressen die Stichlinge das dringend benötigte Zooplankton weg. Lammers: „Das Zooplankton sorgt auf biologische Weise dafür, dass die Mikroalgen in der Lagune sich nicht vermehren.“

Bereits am Dienstag hat sich jedoch auch dieser Einsatz gegen das Algenproblem als erfolglos erwiesen. Ein Badeverbot ist ausgesprochen worden (siehe gesonderten Bericht).

Beim „Abfischen“ waren neben Lammers und Schiller dabei: Bürgermeister Rolf Blumenberg, Aufsichtsratsvorsitzender Lutz Timmermann, Aufsichtsratsmitglied Dieter Brandt, die TSB-Mitarbeiter Lars Lammers, Bernd Kappus, Heiko Schröder und Nico Meiners, von der DLRG unter anderem Peter Schmidthüsen und Cord Janßen.

Lars Lammers: „Es waren genau 13 Teilnehmer. Die ehrenamtlichen Helfer haben wesentlich beigetragen. Beim verdienten Grillen nach dem Fischen wurde beschlossen, dieses bald zu wiederholen.“

Die Fischergruppe sperrte zunächst den Nichtschwimmerbereich der Lagune mit zwei Netzen ab und zog dann mit einem weiteren Netz durch den gesamten Flachwasserbereich. Lammers: „Wir hatten ideale Bedingungen: kein Regen und 20 Grad warmes Wasser, später kam sogar noch die Sonne raus.“

Lars Lammers hat sich mit Michael Schiller vom Butjadinger Fischereiverein bereits darauf verständigt, sich im Herbst oder im Frühjahr 2010 über Möglichkeiten zum Fischen im tiefen Wasser nochmals zusammenzusetzen. Gefischt werden soll dann auch nach den im tiefen Wasser vermuteten Schollen.

Mitte Juli war die Lagune – wie berichtet – wegen unzureichender Sichttiefe für drei Tage geschlossen worden. Als Marschroute im Kampf gegen die Algen war ausgegeben worden: regelmäßige, gewissenhafte und sorgfältige Reinigungs- und Wartungsmaßnahmen.

Gründliche Säuberung

Seitdem ist die so genannte Marine Biotopzone, in der das Badewasser durch Muscheln, Sedimentation und Makroalgen vorgereinigt wird, gründlich gesäubert worden. Es sind Miesmuscheln nachgesetzt worden, die den Reinigungsprozess beschleunigen.

Im Bodenfilter, der zweiten „Reinigungsstufe“, wurden vier schadhafte Belüftungsrohre ersetzt und die Filter gründlich gereinigt.

Hinzu kommen sollen die ständige Vergrämung von Vögeln, die mit ihrem Kot das Wasser belasten sowie das jetzt erstmals unternommene Abfischen von Stichlingen.

Als erforderlich angesehen wird in Übereinstimmung mit dem Gesundheitsamt des Kreises auch eine noch umfangreichere Betriebsüberwachung der Anlage durch eine technisch versierte Person vollschichtig. Eine entsprechende Stelle soll ausgeschrieben werden.

Auch Körperabrieb von Badegästen wird als Nährstoff für Algen angesehen. Deshalb wird für wichtig gehalten, dass die Gäste vor dem Baden duschen. Außerdem sollen sämtliche Abfälle in der Lagune stets sofort beseitigt werden.

Trotz aller dieser Anstrengungen ist das Algenproblem aber jetzt so stark gewachsen, dass seit Dienstagnachmittag Badeverbot herrscht.

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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