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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

„Immer eine gerade Furche gepflügt“

26.03.2014

Rodenkirchen Der Kreislandvolkverband Wesermarsch hat einen neuen Vorsitzenden: Dr. Karsten Padeken. Der 49-Jährige aus Frieschenmoor löst Peter Cornelius aus Seeverns ab, der seit 28 Jahren im Amt gewesen war.

Das teilte der stellvertretende Vorsitzende Rolf Baumann, Morgenland, am Montagabend im zweiten Teil der Jahreshauptversammlung in der Markthalle mit. Padeken war am Donnerstagabend am selben Ort gewählt worden: Im ersten Teil der Jahreshauptversammlung, der als nichtöffentliche Delegiertenversammlung stattgefunden hatte. Der zweite Teil fand als öffentliche Mitgliederversammlung statt, zu der weit mehr als 200 Bauern kamen.

Werner Hilse dankt

Peter Cornelius zu Ehren kamen auch der Präsident des Landvolks Niedersachsen, Werner Hilse – er verschob extra eine Argentinien-Reise –, Vorsitzende von Nachbarkreisverbänden und der CDU-Landtagsabgeordnete Björn Thümler. Der stellvertretende Vorsitzende Rolf Baumann übergab ihm als Abschiedsgeschenk ein Fahrrad.

Peter Cornelius sagte der NWZ , er habe im vergangenen Juni beschlossen, nach dem Ablauf dieser zweijährigen Amtszeit nicht erneut zu kandidieren: „Das hat zu Anfang keiner geglaubt.“

94 der insgesamt 98 Delegierten nahmen am Donnerstagabend an der Wahl teil. Auf Dr. Karsten Padeken entfielen 85 Ja- und 7 Nein-Stimmen sowie 2 Enthaltungen. Alle 94 Delegierten stimmten für die Wiederwahl des stellvertretenden Vorsitzenden Rolf Baumann und des Vorstandsmitglieds Heiko Wessels. Mit 93 Ja- und einer Nein-Simme wurde Hendrik Lübben, Langenriep, neu in den Vorstand gewählt. Er nimmt dort den Platz von Peter Cornelius ein. Der 67-jährige Seevernser bleibt aber zunächst Kreislandwirt und Vorstandsvorsitzender des Grünlandzentrums Niedersachsen/Bremen in Ovelgönne. Die Mitglieder nahmen die Wahlergebnisse mit Applaus zur Kenntnis.

Peter Cornelius habe keine größere Verabschiedung gewünscht, sagte Rolf Baumann zum Auftakt seiner Lobrede. 1986 hatten ihn die Delegierten zum Nachfolger von Georg Krüger, Oberströmische Seite, gewählt. Er folgte ihm auch als Vorsitzender der Landesvereinigung Milch und wurde später Vorsitzender des Bundesverbandes. Er gestaltete die Milchquotenregelung mit und prägte den Begriff „Sofamelker“.

Während der BSE-Krise und in Zeiten extrem niedriger Milchpreise organisierte er Demonstrationen. Doch auch Charme-Offensiven lagen ihm: Ab 2004 organisierte der Kreislandvolkverband unter seiner Ägide parlamentarische Abende in Berlin und Brüssel zum Auftakt der Ochsenwochen. Die Mitglieder freuen sich über vergünstigte Strom- und Gasangebote, die er für die neue Betriebsmittel GmbH aushandelte. Sein letztes großes Werk war die Gründung des Grünlandzentrums.

Nicht der Diplomat

Landvolk-Geschäftsführer Manfred Ostendorf sagte, Peter Cornelius sei spontan, nicht planbar. „Sein Leitspruch war: Wer nicht ins Team passt, fliegt raus. Wir, die nicht rausgeflogen sind, danken dir, dass du uns den Rücken frei gehalten hast.“

Auch der niedersächsische Landvolk-Präsident Werner Hilse dankte Peter Cornelius: „Du hast immer eine gerade Furche gepflügt, und das ist den Bauern in der Wesermarsch gut bekommen.“ Cornelius habe durch seine Kompetenz, vor allem beim Thema Milch, überzeugt. Er wisse immer, was er wolle, sei aber „nicht immer ganz der Diplomat.“

Peter Cornelius selbst dankte den Bauern und Bäuerinnen in der Wesermarsch, „dass sie mich ertragen haben. Das ging mal besser und mal schlechter.“ Er übergebe ein sauberes Haus, „‘ne Leiche im Keller haben wir nicht.“


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/wesermarsch 
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Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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