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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Immer noch am Anfang der großen Arbeit

01.10.2013

Schwei Wo sich Obernstraße und Athingsweg kreuzen, rattern zwei Bagger. Sie verbreitern die Gräben und füllen sie mit neuem, trockenen Erdreich auf. Hier, im grünen Land östlich von Schwei, liegt die einzige Baustelle der Flurbereinigung.

„Wir sind immer noch am Anfang der großen Arbeit“, sagte Holger Busch, der Vorsitzende des Vorstands der Teilnehmergemeinschaft der Flurbereinigung, am Freitagabend im Schweier Krug. Er informierte die Teilnehmer in der ersten Versammlung nach der Wahl Anfang Juni. Rund 90 der insgesamt 400 Teilnehmer des Verfahrens waren gekommen.

Das Projekt werde sich lange hinziehen, sagte Holger Busch. Geplant seien zehn Jahre, „vermutlich wird es länger dauern.“ Das liege nicht am Vorstand, der schon zu drei Sitzungen zusammengekommen sei. Darin seien alle Beschlüsse zu vorhandenen und geplanten Wirtschaftswegen neu diskutiert und ein zweites Mal beschlossen worden. In der nächsten Sitzung am 18. Oktober werde der Vorstand weitere Aufträge vergeben; die Ausschreibung für die Arbeiten laufe noch.

Gespräch an Baustelle

Grund für den großen Zeitaufwand sind die schwierigen Bodenverhältnisse und die zahlreichen Einzelabstimmungen mit den Teilnehmern, sagte Holger Busch: „Wir sind gesprächsbereit und werden uns jeden anhören, aber irgendwann müssen Entscheidungen getroffen werden.“ Die Flurbereinigung sei ein fließender Prozess. Wer Wünsche hat, kann sich an jedem Mittwoch um 14 Uhr an der jeweiligen Baustelle einfinden und sie mit dem Bauleiter Gunnar Hirsch besprechen.

Gunnar Hirsch ist Chef des Oldenburger Ingenieurbüros Hirsch, das bei der Flurbereinigung die Bauleitung ausübt. Eigentlich hätte er am Freitagabend referieren sollen, aber er war verhindert.

Deshalb informierte der Projektleiter Klaus Speckmann vom Amt für Landentwicklung in Oldenburg. Er sagte: „Klei und Moor sind keine Baustoffe, sondern Zustände, mit denen man leben muss.“ Der Klei müsse sich nach dem ersten Bearbeitungsschritt setzen, bevor weiter gearbeitet werden könne. Deshalb werde es wohl bis 2016 dauern, ehe die ersten Betonmischer anrollen, um die Wirtschaftswege zu verbreitern.

Frerichsweg. Athingsweg, Obernstraße und Stuhlkenweg seien die Referenzstrecken, auf denen der Umgang mit dem Boden erlernt werden müsse. Das Problem seien tiefe Gräben und zu schmale Ufer, so dass die Wege unter den schweren Maschinen zerbrechen. Deshalb müssen Gräben, Ufer und Wege verbreitert werden. Dazu sind auch Verhandlungen mit den Grundeigentümern erforderlich, die nicht selten schwierig verlaufen.

Wo die Wirtschaftswege auf klassifizierte Straßen treffen, müssen die Zufahrten so verbreitert werden, dass sich zwei Fahrzeuge begegnen können.

Vier neue Wege

Auch vier neue Wege sind geplant, mit denen die Landwirte ihre oft handtuchförmigen Ländereien besser erschließen können: zwischen Olympia- und Molkereistraße sollen zwei Wege entstehen, zwischen Burenreege und Achterstadt sowie zwischen Burenreege und Schwarzem Weg je einer. Sie sollen als Schotterwege gebaut werden, von denen Erdwege abgehen. Unterhalten werden sie von drei Wegegenossenschaften – eine davon für den gesamten Bereich Olympia-/Molkereistraße – , denen die Landbesitzer im betroffenen Gebiet betreten müssen. Die Gründung eines solchen Realverbandes seit ein komplexer Vorgang, der Zeit kosten werde und jetzt angegangen werden müsse, sagte Speckmann.


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Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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