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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Spinnmeisterschaft: In 154 Minuten 70 Meter Wolle gesponnen

12.08.2013

Rodenkirchen Insgesamt 44 Teilnehmer sind am Sonnabend bei den 7. Nordwestdeutschen Spinnweltmeisterschaften an den Start gegangen. Mit „An die Molle, fertig, los“ gab Schiedsmann Günter Lindeburg das Kommando zum Start, und nach 154 Minuten wurden die Uhr und die Spindeln wieder angehalten.

Danach maß ein Helferteam die Wollfäden genau aus und notierte ihre Länge. Wie schon in den Vorjahren siegte Aukea Lindeburg aus Großefehn (Kreis Aurich), die bei der Siegerehrung mit Bürgermeister Boris Schierhold nicht nur den Siegerpokal in den Händen hielt, den Gerfried Hülsmann gestiftet hatte. Den Wanderpokal darf die routinierte Spinnerin nun behalten.

Aukea Lindeburg sponn einen hauchdünnen Faden von 70,04 Metern Länge. Das ist für die Konkurrenz immer noch das Maß aller Dinge, denn die Zweitplatzierte Vera Knippenberg aus Cappel brachte es auf 64,04 Meter. Platz 3 ging an Bärbel Engler-Hepke aus Wilhelmshaven, deren Faden 60,62 Meter maß.

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Eigener Wettbewerb

Erstmalig wurde beim Spinnwettbewerb ein Jugendpokal ausgelobt. Nachdem in den Vorjahren immer wieder Kinder und Jugendliche an den Start gegangen waren und sich gegen die Erwachsenen behaupten mussten, entschloss sich Heiko Schmidt, Vorsitzender des Landesschafzuchtverbandes Weser-Ems, zur Stiftung eines Jugendpokales. Es sei sehr erfreulich, dass auch die Jugend Interesse am Spinnen zeige, und das solle durch einen eigenen Jugendwettbewerb auch gewürdigt werden, erklärte Schmidt.

Jüngste Teilnehmerin im Feld war die 9-jährige Sally Strelow aus Nordenham, die mit ihrer Mutter und ihrer Spinnlehrerin Irmgard Jensen vom Seefelder Spinnkreis in die Markthalle kam. Vor einem Dreivierteljahr habe sie Irmgard Jensen während einer Veranstaltung beim Spinnen gesehen und sofort den Wunsch geäußert, dieses Handwerk zu lernen. Spontan sagte ihr die erfahrene Spinnerin zu, die selbst schon seit sieben Jahren dabei ist, und lud sie zum Üben jeden Sonnabend in die Seefelder Mühle ein, wo sich der Spinnkreis regelmäßig trifft.

„Dabeisein ist alles“, lautete dann das Moto für Sally Strelow, und sie meldete sich für den Spinnwettbewerb an. Dass es letztlich nicht der Sieg wurde, sondern nur der 4. Platz, ist Nebensache. Mit 26,75 Meter hat die junge Sally einen beachtlichen Faden aus den 10 Gramm Schwarzkopfwolle gesponnen. Als Gewinn nahm sie einen großen Sack Wolle mit, von der sie in den nächsten Wochen einen noch längeren Faden spinnen wird.

Beste beim Jugendwettbewerb wurde Lea Schröder (12 Jahre) von der Butjenter Spinndönz, die mit 38,36 Metern deutlich gewann. Auf Platz 2 mit 36,92 Meter kam Lara Weerts (10) aus Westerstede vom Spinnköppel Halsbek, der gleich drei Jugendliche ins Rennen geschickt hatte. Martje Hedemann (11 Jahre, Spinköppel Halsbek)) aus Rastede schaffte mit 31,82 Meter den 3. Platz.

Nach der Siegerehrung sprach Heiko Schmidt einigen langjährigen Helfern mit einem Blumenstrauß seinen Dank aus. Von der Gemeindeverwaltung wurde Ordnungsamtsleiter Manfred Hadeler für sein Engagement bei den Auf- und Abbauarbeiten geehrt, Ute Nordhausen vom Tourismusbüro für die Organisation der Veranstaltung, Grete Bartels und Martine Ressel für die Hilfe beim Auszählen der Fäden. Grete Bartels stiftet zudem seit einigen Jahren die Wolle für den Wettbewerb.

Grillteller vom Lamm

Während der Spinnmeisterschaften hatten die zahlreichen Besucher reichlich Gelegenheit, sich über Wollsorten zu informieren, Schafskäse zu probieren, oder einfach nur an den Ständen die bunten Wollsocken oder handgefärbter Wolle zu bewundern. Zur Mittagszeit servierte der Gastwirt Gerfried Hülsmann wieder einen leckeren Lammteller mit gegrilltem Fleisch und Beilagen, der seinen Duft in der Halle verströmte.

Draußen vor der Hengsthalle schor Hans-Jürgen Petershagen zur Demonstration Coburger Fuchsschafe. Interessierten Kindern gab er auch frisch geschorene Wolle mit.

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