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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Interkommunales Gewerbegebiet: Butjadingen will ein Wörtchen mitreden

08.03.2021

Butjadingen Die Gemeinde Butjadingen wird sich mit 3000 Euro an einer Potenzialanalyse über das Interkommunalen Gewerbegebiet beteiligen, das bei Havendorf an dem Punkt entstehen soll, an dem eines Tages die Autobahn 20 die Bundesstraße 212 kreuzen wird. Das hat mehrheitlich der Finanzausschuss des Gemeinderats als Beschlussempfehlung an den Rat entschieden. Dass Butjadingen kaum die Mittel haben wird, sich an dem späteren Gewerbegebiet zu beteiligen, ist allerdings jetzt schon klar.

Der bisherige Stand

Zuletzt hatte sich der Butjadinger Rat im Dezember mit dem geplanten Gewerbegebiet befasst und beschlossen, dass zwar 3000 Euro für die Potenzialanalyse in den Haushalt gestellt werden, es vorerst aber offen bleibt, ob das Geld auch dafür eingesetzt wird.

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Nun drängt die Wirtschaftsförderung Wesermarsch, die das Projekt vorantreibt, auf Entscheidungen der Kommunen in der Frage, ob sie sich beteiligen wollen oder nicht. Bei der Sitzung in Butjadingen war Nils Siemen, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung, zu Gast. Er führte aus, dass sich bereits im April eine Arbeitsgruppe gründen werde, die die Fragen zusammenträgt, die mit der Potenzialanalyse beantwortet werden sollen.

2022 sollen die künftigen Gesellschafter des Gewerbegebietes feststehen. Bis jetzt ist klar, dass die Stadt Nordenham und die Gemeinde Stadland, auf deren Fläche sich das 138 Hektar große Gewerbegebiet befinden wird, mit im Boot sitzen. An der mit 80 000 Euro kalkulierten Potenzialanalyse werden sich laut Nils Siemen nach dem aktuellen Stand auch Lemwerder und Ovelgönne beteiligen.

Geteilter Meinung

Im Gemeinderat gibt es zu dem Thema keine einheitliche Meinung. Das zeigte sich im Finanzausschuss, in dem es quer durch die Fraktionen die unterschiedlichsten Ansichten gab. Einig waren sich die Mitglieder darüber, dass das Gewerbegebiet gut und wichtig sei – nicht zuletzt, weil dort Arbeitsplätze entstünden, die auch für Butjenter attraktiv sein werden. Zumindest weitgehend herrschte auch Einigkeit darüber, dass Butjadingen sich angesichts seiner finanziellen Möglichkeiten und der vielen anderen noch anstehenden Projekte eine nennenswerte Beteiligung an dem Gewerbegebiet schwerlich wird leisten können.

In der Frage, ob die Gemeinde sich dennoch an der Potenzialanalyse beteiligen sollte, gingen die Meinungen hingegen auseinander. Jochen Kiebitz und Torben Heinen (beide FDP) plädierten dringend dafür. Auch Ralph Krümpelmann (CDU) und Bettina Nordholz (SPD) sprachen sich für eine Beteiligung aus. Martina Geberzahn, ebenfalls SPD, meinte, dass Butjadingen sowieso nicht das Geld habe, um später Gesellschafter zu werden. Daher habe es auch nicht viel Sinn, jetzt die 3000 Euro auszugeben.

Zwei Gegenstimmen

Nils Siemen erklärte, dass sich Butjadingen mit einer Beteiligung an den Kosten für die Potenzialanalyse gewissermaßen das Recht erkaufe, in der Studie die Fragen aufzuwerfen, die für die Gemeinde relevant sind; Lemwerder etwa wolle ergründet wissen, mit welchen Pendlerströmen zu rechnen sei, so der Chef der Wirtschaftsförderung.

Jürgen Sprickerhof (Grüne) winkte dennoch ab. Butjadingen könne nicht große Summe für die Erschließung eines Gewerbegebiets aufbringen. Hinsichtlich der Potenzialanalyse sei die Gemeinde über den Landkreis, an den sie Finanzmittel abführt, ohnehin beteiligt.

Johann Evers (CDU) wollte einer Beteiligung an der Analyse nur zustimmen, wenn die konkrete Summe noch offen bleibt. Bürgermeister Axel Linneweber sagte, dass die Beteiligung ein Akt der Solidarität wäre, man mit 3000 Euro „aber auch viele andere Dinge machen“ könnte.

Mit fünf Ja- und zwei Nein-Stimme beschloss der Ausschuss schließlich eine Beteiligung für 3000 Euro. Das letzte Wort hat am 18. März der Rat.

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Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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