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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Endgültig grünes Licht für „Riesenrad“

04.10.2019

Isens Die sechs kleinen Windräder in Isens sollen durch ein „Riesenrad“ ersetzt werden. Der Rat der Gemeinde Butjadingen hat für dieses sogenannte Repowering bei seiner jüngsten Sitzung den Weg freigemacht.

Das neue Windrad darf bis zur Rotorspitze 150 Meter hoch sein – das entspricht je nach Windradtyp einer Nabenhöhe von rund 120 Metern. Die Leistung durch die Erneuerung der alten Anlagen wird nahezu verdoppelt. Die sechs vorhandenen Windmühlen vom Typ Vestas haben eine Nabenhöhe von 40,5 Meter und eine Nennleistung von insgesamt 2400 Kilowattstunden. Die genauen technischen Daten des neuen Windrades werden sich erst durch die Ausschreibung ergeben.

Bauherr der Anlage wird die Firma Projekt Ökovest GmbH sein. Das Oldenburger Unternehmen mit Geschäftsführer Ubbo de Witt betreibt bisher schon den Windpark Isens, ist aber an anderen Anlagen in der Gemeinde Butjadingen nicht beteiligt. Ökovest ist aber auch in der Gemeinde Ovelgönne aktiv.

Jeweils gegen die Stimme des Unabhängigen-Ratsherrn Dr. Hans Hortig aus Burhave beschloss der Gemeinderat den Abschluss eines städtebaulichen Vertrages und eines Erschließungsvertrags. Letzterer regelt Art und Umfang der zu schaffenden Erschließungsanlagen wie Straßen, Wege, Beleuchtung und Kanalisation.

Besonderheit dieses Windparks ist, dass er – entgegen der Auflage des Landkreises, den Bau von Windrädern in Windparks zu konzentrieren – künftig nur aus diesem einen „Riesenrad“ bestehen wird. Der Windpark Isens liegt inmitten eines EU-Vogelschutzgebietes. Drei Bürger hatten in dem Beteiligungsverfahren Widerspruch gegen den Bebauungsplan eingelegt – unter Verweis darauf, dass der Park sich in einem „Natura 2000“-Gebietes und damit in einem der „zwölf wichtigsten Vogelschutzgebiete Niedersachsens“ befinde. Mit dem Ratsbeschluss wurde die Bedenken nun abgewiesen.

Ratsherr Jürgen Sprickerhof (Grüne) bezeichnete die Einwendungen als „qualifiziert“. Da der Windpark aber schon existiert habe, bevor die Unterschutzstellungen erfolgt seien, genieße Isens „eine Art Bestandsschutz für Windenergie“, begründete der Tossenser seine Zustimmung zum Bebauungsplan.

Im Flächennutzungsplan ist Isens als Sondergebiet dargestellt und Bestandteil des Standortkonzepts Windenergie der Gemeinde. „Wir müssen die Standorte, die wir hier für Windkraft haben, erhalten“, betonte Jürgen Sprickerhof, obwohl man Einzelanlagen eigentlich nicht mehr haben wolle.

Drei 150 Meter hohe Windräder wurden 2017 im Windpark Düke errichtet, im selben Jahr wurden sechs ebenso große Anlagen im Windpark Kampen in Betrieb genommen. In Düke sind außerdem noch vier kleinere Anlagen in Betrieb. Im Zuge des Repowerings wurden in den vergangenen Jahren alte kleine Anlagen in den Windparks Schütting, Ahndeich-Deichhof und Inte durch 130 Meter hohe Windräder ersetzt.

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